
Die Reit-WM Aachen 2026 brachte vom 11. bis 23. August die Weltelite des Pferdesports in die Aachener Soers. Weltmeister wurden in Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit, Para-Dressur, Voltigieren und Vierspännerfahren gekürt. Für Deutschland wurde die Heim-WM besonders erfolgreich: Die Gastgeber gewannen unter anderem Mannschafts-Gold in Dressur und Springreiten, Michael Jung wurde Weltmeister in der Vielseitigkeit und auch im Voltigieren gab es mehrere deutsche Titel.
11.–23. August 2026
Allianz Park · Aachen
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Dressur, Springen, Vielseitigkeit & Voltigieren
Die wichtigsten Weltmeister von Aachen 2026
Die folgende Übersicht konzentriert sich auf die zentralen Einzel- und Mannschaftsentscheidungen der sechs WM-Disziplinen.
| Disziplin | Einzel / zentrale Titel | Mannschaft |
|---|---|---|
| Dressur | Charlotte Fry / Glamourdale – Grand Prix Special und Kür | Deutschland |
| Vielseitigkeit | Michael Jung / fischerChipmunk FRH | Großbritannien |
| Springreiten | Steve Guerdat / Dynamix de Belheme | Deutschland |
| Vierspännerfahren | Boyd Exell | Niederlande |
| Voltigieren | Alice Layher, Quentin Jabet sowie Theo Gardies / Noely Thibaudat in ihren Wertungen | Deutschland mit starken Team- und Gruppenerfolgen |
| Para-Dressur | Mehrere Weltmeister in den Grades I–V | USA |
Die Reit-WM in Aachen bestand nicht aus einem einzigen Turnier mit einem Gesamtsieger. In den sechs Sportarten wurden zahlreiche eigenständige Weltmeistertitel in Einzel-, Team- und teilweise mehreren Wertungen vergeben.
Deutschland holt Mannschafts-Gold – Charlotte Fry gewinnt beide Einzeltitel
Die Dressur eröffnete die Medaillenentscheidungen der Weltmeisterschaften und brachte Deutschland direkt den ersten Heimsieg.
Gold: Deutschland
Gold: Charlotte Fry / Glamourdale
Gold: Charlotte Fry / Glamourdale
Die deutsche Equipe mit Katharina Hemmer, Raphael Netz, Frederic Wandres und Isabell Werth gewann die Mannschaftswertung vor Großbritannien und Dänemark. Für die Gastgeber war es der erste Weltmeistertitel der Veranstaltung.
In den beiden Einzelentscheidungen war anschließend Charlotte Fry mit Glamourdale nicht zu schlagen. Die Britin verteidigte im Grand Prix Special ihren Weltmeistertitel von 2022. Cathrine Laudrup-Dufour gewann mit Mount St John Freestyle Silber, während Katharina Hemmer mit Denoix PCH die Bronzemedaille für Deutschland holte.
Auch die Grand Prix Kür ging an Fry und Glamourdale. Mit 91,907 Prozent gewann das Paar vor Cathrine Laudrup-Dufour. Isabell Werth und Wendy de Fontaine sicherten sich mit 88,650 Prozent Bronze.
1. Charlotte Fry / Glamourdale · Großbritannien
2. Cathrine Laudrup-Dufour / Mount St John Freestyle · Dänemark
3. Isabell Werth / Wendy de Fontaine · Deutschland
Michael Jung wird Weltmeister – Team-Gold für Großbritannien
In der Vielseitigkeit fiel die Entscheidung nach Dressur, Gelände und dem abschließenden Springen.
Michael Jung / fischerChipmunk FRH
Rosalind Canter / Lordships Graffalo
Laura Collett / London
Michael Jung gewann mit fischerChipmunk FRH vor heimischem Publikum den Einzel-Weltmeistertitel. Eine fehlerfreie Runde im abschließenden Springen brachte das Paar mit 23,0 Minuspunkten ins Ziel.
Der Vorsprung auf Rosalind Canter war denkbar knapp: Die Britin kam mit Lordships Graffalo auf 23,4 Minuspunkte. Laura Collett und London gewannen mit 28,0 Punkten Bronze.
In der Mannschaftswertung setzte sich Großbritannien mit 84,0 Minuspunkten durch. Deutschland gewann mit 95,6 Punkten Silber, die USA folgten mit 113,5 Punkten auf Rang drei.
Mehrere deutsche Titel beim Voltigieren
Das Voltigieren gehörte zu den erfolgreichsten Disziplinen für die Gastgeber.
Bei den Damen gewann Alice Layher mit FBW Candy und Longenführer Daniel Zembrot den Weltmeistertitel. Kathrin Meyer holte Silber und Annemie Szemes Bronze – damit gingen alle drei Einzelmedaillen dieser Wertung nach Deutschland.
Bei den Herren wurde Quentin Jabet aus Frankreich Weltmeister. Außerdem gewann die deutsche Gruppe den WM-Titel.
Im Pas de Deux setzten sich die Franzosen Theo Gardies und Noely Thibaudat durch. Silber ging an Rebecca Greggio und Davide Zanella aus Italien. Das deutsche Duo Kimberly Hyks und Jannik Heiland arbeitete sich im Finale noch auf den Bronzerang vor.
Auch die abschließende Teamwertung endete mit einem deutschen Erfolg. Die Kombination aus deutschen Einzelvoltigierern und Gruppe setzte sich vor Frankreich und Italien durch.
Deutschland wird Mannschafts-Weltmeister – Steve Guerdat gewinnt Einzel-Gold
Im Hauptstadion gewann Deutschland erstmals seit 2010 wieder Mannschafts-Gold bei einer Spring-WM.
Deutschland
Steve Guerdat / Dynamix de Belheme
Thibeau Spits / Impress-K van’t Kattenheye Z
Marcus Ehning, Sophie Hinners, Daniel Deußer und Richard Vogel gewannen für Deutschland die Mannschaftswertung. Mit 4,48 Strafpunkten setzte sich die Equipe deutlich vor Belgien mit 11,69 und Großbritannien mit 12,98 Strafpunkten durch.
Zwei Tage später gehörte das Einzelfinale dem Schweizer Steve Guerdat. Mit Dynamix de Belheme blieb er über fünf anspruchsvolle Parcours ohne Abwurf und gewann mit 0,86 Strafpunkten seinen ersten Weltmeistertitel.
Silber holte der Belgier Thibeau Spits mit Impress-K van’t Kattenheye Z. Bronze ging an Harry Charles aus Großbritannien, der sich am Finaltag mit zwei fehlerfreien Runden noch weit nach vorne arbeitete.
1. Steve Guerdat / Dynamix de Belheme · Schweiz
2. Thibeau Spits / Impress-K van’t Kattenheye Z · Belgien
3. Harry Charles / LT Holst Freda · Großbritannien
USA gewinnen die Teamwertung – Weltmeister in fünf Grades
In der Para-Dressur wurden die Einzelentscheidungen getrennt nach den Grades I bis V ausgetragen.
Weltmeister im Grand Prix A
| Grade | Weltmeister | Nation |
|---|---|---|
| I | Marie Vonderheyden / Fan Tastico H | USA |
| II | Heidemarie Dresing / Poesie | Deutschland |
| III | Rixt van der Horst / Eisma’s Royal Fonq N.O.P. | Niederlande |
| IV | Kate Shoemaker / Vianne | USA |
| V | Sophie Wells / MSJ Gold Standard | Großbritannien |
Weltmeister in der Grand Prix Kür
| Grade | Kür-Weltmeister | Nation |
|---|---|---|
| I | Marie Vonderheyden / Fan Tastico H | USA |
| II | Fiona Howard / Diamond Dunes | USA |
| III | Rixt van der Horst / Eisma’s Royal Fonq N.O.P. | Niederlande |
| IV | Kate Shoemaker / Vianne | USA |
| V | Lena Malmström / Fabulous Fidelie | Schweden |
Die Mannschaftswertung gewann die USA mit 236,135 Prozentpunkten. Deutschland holte mit 229,875 Punkten Silber, Bronze ging an die Niederlande.
Auch in den Einzelprüfungen sammelten deutsche Para-Dressurreiter mehrere Medaillen. Neben dem Grand-Prix-A-Titel von Heidemarie Dresing gehörten dazu unter anderem Podestplätze von Anna-Lena Niehues, Helen Brandt und Regine Mispelkamp.
Boyd Exell gewinnt seinen achten Weltmeistertitel
Dressur, Marathon und Kegelfahren entschieden über die WM im Vierspännerfahren.
Boyd Exell · Australien
Dries Degrieck · Belgien
Chester Weber · USA
Boyd Exell bestätigte auch in Aachen seine außergewöhnliche Stellung im internationalen Fahrsport. Der Australier brachte seinen Vorsprung im abschließenden Kegelfahren ins Ziel und gewann mit 142,64 Strafpunkten seinen achten Weltmeistertitel.
Dries Degrieck aus Belgien holte mit 148,85 Strafpunkten Silber. Bronze ging an den US-Amerikaner Chester Weber.
In der Mannschaftswertung triumphierten die Niederlande mit Bram Chardon, Ijsbrand Chardon und Koos de Ronde. Australien gewann Silber, Belgien Bronze.
1. Niederlande · 315,13 Strafpunkte
2. Australien · 317,25 Strafpunkte
3. Belgien · 325,52 Strafpunkte
Deutschlands wichtigste Erfolge bei der Reit-WM Aachen 2026
Die Heim-WM brachte deutsche Medaillen in mehreren sehr unterschiedlichen Disziplinen.
- Dressur: Mannschafts-Gold sowie Einzel-Bronze für Katharina Hemmer im Grand Prix Special und Isabell Werth in der Kür.
- Vielseitigkeit: Michael Jung wurde Einzel-Weltmeister; die deutsche Mannschaft gewann Silber.
- Springreiten: Deutschland gewann den Mannschafts-Weltmeistertitel.
- Voltigieren: Alice Layher wurde Weltmeisterin; dazu kamen weitere deutsche Titel und Medaillen in Gruppe, Team und Pas de Deux.
- Para-Dressur: Deutschland gewann Mannschafts-Silber und mehrere Einzelmedaillen, darunter Gold für Heidemarie Dresing im Grand Prix A von Grade II.
CHIO Aachen und Reit-WM 2026 waren unterschiedliche Veranstaltungen
Die FEI World Championships Aachen 2026 waren eine eigenständige Weltmeisterschaft und nicht einfach der reguläre CHIO des Jahres 2026.
Wegen der Weltmeisterschaften fand der traditionelle CHIO 2026 nicht in seiner üblichen Form statt. Bereits im Mai wurde stattdessen ein verkürztes Springturnier als TSCHIO Aachen veranstaltet.
Wer die vorherige reguläre Ausgabe des Weltfests des Pferdesports nachlesen möchte, findet Ergebnisse und Sieger in unserem
Rückblick auf den CHIO Aachen 2025.
Was von der Reit-WM Aachen 2026 bleibt
Die Weltmeisterschaften 2026 brachten Aachen zwei Wochen internationalen Spitzensport und zahlreiche deutsche Medaillen. Besonders prägend waren die Mannschaftstitel in Dressur und Springreiten sowie Michael Jungs Heimsieg in der Vielseitigkeit.
International gehörten Charlotte Fry mit zwei Dressur-Einzeltiteln, Steve Guerdat als neuer Spring-Weltmeister und Boyd Exell mit seinem achten Titel im Vierspännerfahren zu den herausragenden Athleten der WM.
Diese Seite bleibt deshalb nach Abschluss der Veranstaltung als Ergebnis- und Rückblickarchiv zur Reit-WM Aachen 2026 bestehen. Zeitabhängige Informationen zu Tickets, Anreise, Live-Übertragung und Medaillenprognosen wurden durch die endgültigen Ergebnisse ersetzt.
Faktenbasis: offizielle Ergebnis- und Veranstaltungsinformationen der Fédération Équestre Internationale (FEI) und der FEI World Championships Aachen 2026.





