Der CHIO Aachen 2025 fand vom 27. Juni bis 6. Juli 2025 in der Aachener Soers statt. Zehn Tage lang standen Springreiten, Dressur, Vielseitigkeit, Vierspännerfahren und Voltigieren auf dem Programm. Spanien war das offizielle Partnerland des Weltfests des Pferdesports.
Sportlich prägten vor allem zwei Namen die Ausgabe 2025: Martin Fuchs gewann mit Leone Jei erstmals den Rolex Grand Prix von Aachen, während Justin Verboomen mit Zonik Plus bei seinem Aachen-Debüt sowohl den Grand Prix Special als auch die Grand Prix Kür für sich entschied.
CHIO Aachen 2025 im Überblick
Der CHIO gehört zu den international bedeutendsten Pferdesportveranstaltungen. Auch 2025 wurden in Aachen hochklassige Prüfungen in Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren ausgetragen.
Martin Fuchs gewinnt den Rolex Grand Prix von Aachen
Das sportliche Finale des CHIO Aachen 2025 gehörte Martin Fuchs und Leone Jei. Der Schweizer gewann erstmals den Rolex Grand Prix von Aachen.
14 Paare absolvierten den ersten Umlauf fehlerfrei. Elf blieben auch im zweiten Umlauf ohne Fehler und erreichten das Stechen. Dort setzte sich Fuchs gegen die internationale Konkurrenz durch. Laura Kraut belegte Platz zwei, Steve Guerdat wurde Dritter.
Für Fuchs war der Erfolg besonders bedeutend: Siege bei anderen wichtigen Stationen des Rolex Grand Slam hatte er bereits gefeiert, der Große Preis von Aachen fehlte jedoch noch in seiner Bilanz.
Der Rolex Grand Prix war mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dotiert. 500.000 Euro gingen an den Sieger. Fuchs war zugleich der erste Schweizer Gewinner des Großen Preises von Aachen seit seinem Onkel Markus Fuchs im Jahr 2004.
USA gewinnen den Nationenpreis im Springreiten
Den traditionellen Mercedes-Benz Nationenpreis gewann 2025 das Team aus den USA. Für die Amerikaner war es der siebte Sieg im Spring-Nationenpreis des CHIO Aachen.
Zu den auffälligsten Leistungen gehörte Lillie Keenan mit Argan de Beliard, die beide Umläufe ohne Fehler absolvierte.
Auch in weiteren großen Springprüfungen standen prominente Namen vorne: Kent Farrington gewann mit Myla den Turkish Airlines-Preis von Europa, Ben Maher entschied mit Point Break den RWE Preis von Nordrhein-Westfalen für sich.
Deutschland gewinnt den Dressur-Nationenpreis
Im Lambertz Nationenpreis setzte Deutschland seine Erfolgsserie in Aachen fort.
Nach dem kurzfristigen Ausfall von Sönke Rothenberger und Fendi musste das deutsche Team mit nur drei Paaren antreten: Katharina Hemmer mit Denoix PCH, Frederic Wandres mit Bluetooth OLD sowie Isabell Werth mit Wendy de Fontaine.
Deutschland gewann mit 232,065 Prozent. Belgien wurde mit 219,804 Punkten Zweiter, Schweden belegte Rang drei.
Isabell Werth erzielte mit Wendy de Fontaine 79,761 Prozent und gewann zugleich die Einzelwertung des Grand Prix um den Preis der Familie Tesch.
Justin Verboomen wird zur Dressur-Entdeckung des CHIO 2025
Zu den größten Geschichten des Turniers gehörte der Auftritt von Justin Verboomen und Zonik Plus.
Der Belgier bestritt 2025 seine erste internationale Grand-Prix-Saison und trat erstmals beim CHIO Aachen an. Trotzdem gewann er zwei der wichtigsten Dressurprüfungen.
Im MEGGLE-Preis, dem Grand Prix Special, erreichten Verboomen und Zonik Plus 80,745 Prozent und setzten sich vor Isabell Werth und Wendy de Fontaine durch.
Einen Tag später folgte im Lindt-Preis, dem Großen Dressurpreis von Aachen, der nächste Erfolg. In der Grand Prix Kür erzielten die beiden 89,400 Prozent. Isabell Werth wurde mit 88,440 Prozent Zweite.
Vielseitigkeit: Tim Price und Neuseeland gewinnen den UBS-Cup
Im UBS-Cup fiel die Entscheidung in der abschließenden Geländeprüfung. Den Einzelsieg holte der Neuseeländer Tim Price mit Vitali. Nach Dressur, Springen und Gelände kam das Paar auf 30,50 Minuspunkte.
Auch die Mannschaftswertung ging nach Neuseeland. Das Team gewann mit 108,5 Minuspunkten vor den USA mit 117,2 und Großbritannien mit 134,1 Minuspunkten.
Für Neuseeland war es nach 2018 der zweite Mannschaftssieg im UBS-Cup. Tim Price gelang dagegen sein erster Einzelerfolg beim CHIO Aachen.
Boyd Exell dominiert das Vierspännerfahren
Im Vierspännerfahren führte auch 2025 kaum ein Weg an Boyd Exell vorbei.
Der Australier gewann die Einzelgesamtwertung um den Preis der Familie Richard Talbot. Außerdem sicherte sich Australien den Baron und Baronin von Buchholtz Nationenpreis.
Im abschließenden Hindernisfahren gewann Exell zusätzlich den Preis der Event Rent GmbH. Bereits zuvor hatte er die Dressurprüfung der Vierspänner für sich entschieden.
Voltigieren: Deutschland gewinnt den Nationenpreis
Die Voltigierer eröffneten bereits am ersten CHIO-Wochenende den sportlichen Wettbewerb.
Auch in den Einzel- und Gruppenwertungen gab es deutsche Erfolge. Alice Layher gewann erstmals die Damenwertung, Bela Lehnen siegte bei seinem ersten Einzelstart in Aachen bei den Herren und das Team Norka des VV Köln-Dünnwald gewann zum vierten Mal in Folge den Gruppenwettbewerb.
Im Pas de Deux verabschiedeten sich die Schweizerinnen Syra Schmid und Zoe Maruccio mit einem Sieg von ihrem letzten gemeinsamen CHIO-Auftritt.
Spanien war Partnerland des CHIO Aachen 2025
Neben dem Sport spielte auch das offizielle Partnerland eine zentrale Rolle. 2025 fiel die Wahl auf Spanien – jenes Land, mit dem 2001 die CHIO-Tradition der Partnerländer begonnen hatte.
Unter dem Motto „Hola España“ prägten spanische Musik, Kultur und Gastronomie das Rahmenprogramm. Bei der Eröffnungsfeier im Hauptstadion trat unter anderem der deutsch-spanische Sänger Álvaro Soler auf.
Vom CHIO Aachen 2025 zur Reit-WM 2026
Wegen der FEI World Championships Aachen 2026 fand 2026 nicht der reguläre zehntägige CHIO statt. Stattdessen wurde im Mai ein verkürztes Springturnier als TSCHIO Aachen 2026 veranstaltet.
Die Ergebnisse, Medaillen und wichtigsten Geschichten der Weltmeisterschaften findest du in unserem Beitrag zur Reit-WM Aachen 2026.
Die wichtigsten Sieger des CHIO Aachen 2025
| Wettbewerb | Sieger |
|---|---|
| Rolex Grand Prix | Martin Fuchs / Leone Jei |
| Mercedes-Benz Nationenpreis Springen | USA |
| Lambertz Nationenpreis Dressur | Deutschland |
| Grand Prix Special / MEGGLE-Preis | Justin Verboomen / Zonik Plus |
| Grand Prix Kür / Lindt-Preis | Justin Verboomen / Zonik Plus |
| UBS-Cup Einzel | Tim Price / Vitali |
| UBS-Cup Mannschaft | Neuseeland |
| Vierspänner Gesamtwertung | Boyd Exell |
| Vierspänner Nationenpreis | Australien |
| Voltigier-Nationenpreis | Deutschland I |
Was vom CHIO Aachen 2025 bleibt
Der CHIO Aachen 2025 brachte mehrere sporthistorisch bemerkenswerte Ergebnisse hervor. Martin Fuchs schloss mit seinem ersten Sieg im Rolex Grand Prix eine wichtige Lücke in seiner Karriere. Justin Verboomen etablierte sich bei seinem Aachen-Debüt mit zwei großen Dressursiegen auf internationalem Spitzenniveau.
Die USA gewannen den Spring-Nationenpreis, Deutschland die Mannschaftsdressur und Neuseeland setzte sich in der Vielseitigkeit durch.
Damit bleibt die Ausgabe 2025 auch nach Ende des Turniers als eigenständige Jahresseite relevant. Der Artikel dokumentiert dauerhaft Ergebnisse, Sieger und die wichtigsten Geschichten des CHIO Aachen 2025.





