
Kurzfassung: Laufen anfangen in 7 Punkten
- Starte langsam: Wechsel zwischen Gehen und lockerem Joggen sind ideal für den Einstieg.
- Drei Läufe pro Woche reichen völlig aus: Dein Körper braucht Zeit zur Anpassung.
- Zu schnelles Tempo ist der häufigste Anfängerfehler: Laufe so locker, dass du noch sprechen kannst.
- Die wichtigsten Investitionen sind gute Laufschuhe: Sie helfen dabei, Belastungen besser abzufangen.
- Regeneration gehört zum Training: Pausen reduzieren das Risiko für Verletzungen.
- Kleine Fortschritte sind normal: Ausdauer entwickelt sich über Wochen, nicht über Tage.
- Routine schlägt Motivation: Feste Lauftage helfen langfristig mehr als kurzfristige Motivation.
Die 3 häufigsten Fehler beim Laufstart
1. Zu schnell starten:
Viele Anfänger laufen deutlich zu schnell und verlieren dadurch früh die Motivation oder bekommen Schmerzen.
2. Zu oft trainieren:
Tägliches Laufen klingt motiviert, überfordert aber häufig Muskeln, Sehnen und Gelenke.
3. Schmerzen ignorieren:
Anhaltende Beschwerden sind kein Zeichen von „hartem Training“, sondern ein Warnsignal des Körpers.
1. Warum Laufen ein idealer Einstiegssport ist
Laufen ist für viele Menschen der einfachste Weg, wieder mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Du brauchst keinen Verein, keine Halle und keine komplizierte Ausrüstung. Schon eine kurze Runde vor der Haustür kann ausreichen, um den Kreislauf anzuregen und Schritt für Schritt mehr Ausdauer aufzubauen.
Gerade für Anfänger ist wichtig: Du musst nicht direkt mehrere Kilometer am Stück laufen. Ein sinnvoller Einstieg besteht oft aus einer Mischung aus Gehen und lockerem Joggen. So gewöhnt sich dein Körper langsam an die neue Belastung, ohne dass Muskeln, Sehnen und Gelenke sofort überfordert werden.
Der beste Laufstart ist nicht der schnellste, sondern der nachhaltigste. Wer langsam beginnt, regelmäßig trainiert und Pausen ernst nimmt, hat deutlich bessere Chancen, langfristig dranzubleiben.
1.1 Gesundheitliche Vorteile des Laufens
Regelmäßiges Laufen kann deine Ausdauer verbessern, das Herz-Kreislauf-System stärken und dabei helfen, Stress abzubauen. Viele Einsteiger merken schon nach wenigen Wochen, dass sie Treppen leichter hochkommen, sich im Alltag belastbarer fühlen und nach dem Training mental klarer sind.
Auch für das Körpergefühl kann Laufen ein starker Impuls sein. Du spürst Fortschritte sehr direkt: Eine Strecke, die sich anfangs schwer anfühlt, wird mit der Zeit leichter. Genau diese sichtbare Entwicklung macht Laufen für viele Anfänger motivierend.
1.2 Was Anfänger realistisch erwarten sollten
Am Anfang geht es nicht um Geschwindigkeit, Bestzeiten oder lange Distanzen. Dein erstes Ziel sollte sein, eine regelmäßige Routine aufzubauen. Drei kurze Einheiten pro Woche sind für die meisten Anfänger sinnvoller als ein einzelner langer Lauf am Wochenende.
Es ist völlig normal, wenn du zwischendurch gehen musst. Gehpausen sind kein Rückschritt, sondern ein Trainingswerkzeug. Sie helfen dir, länger in Bewegung zu bleiben und die Belastung besser zu steuern.
Kurzantwort: Wie fängt man am besten mit dem Laufen an?
Am besten beginnst du mit kurzen Einheiten aus Gehen und lockerem Joggen, etwa zwei- bis dreimal pro Woche. Laufe so langsam, dass du dich noch unterhalten kannst, und steigere Dauer oder Laufanteil erst, wenn sich die aktuelle Belastung gut anfühlt.
2. Vorbereitung: Ziele, Routine und Ausrüstung
Viele Laufanfänger scheitern nicht an fehlender Motivation, sondern an einem schlechten Einstieg. Zu ambitionierte Ziele, falsche Schuhe oder ein unstrukturierter Start führen oft dazu, dass die ersten Wochen frustrierend werden. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Lauf einige Grundlagen richtig anzugehen.
Du brauchst keinen perfekten Trainingsplan und keine High-End-Ausrüstung. Viel wichtiger ist eine realistische Herangehensweise, die zu deinem Alltag und deinem aktuellen Fitnesslevel passt.
Der größte Fehler ist meist nicht zu wenig Training, sondern zu viel Motivation am Anfang. Plane lieber kleinere, regelmäßige Einheiten statt extremer Belastungen.
2.1 Realistische Laufziele setzen
Viele Anfänger starten mit dem Gedanken, möglichst schnell fit werden oder sofort mehrere Kilometer durchlaufen zu müssen. Dadurch entsteht unnötiger Druck. Sinnvoller ist es, kleine und erreichbare Ziele zu setzen.
Ein gutes erstes Ziel kann sein:
- 8 Wochen regelmäßig trainieren
- 3 Laufeinheiten pro Woche schaffen
- 30 Minuten ohne große Pause in Bewegung bleiben
- den ersten 5-km-Lauf absolvieren
Kleine Erfolge sorgen dafür, dass du motiviert bleibst. Wer dagegen sofort mit unrealistischen Erwartungen startet, verliert oft nach wenigen Wochen die Lust.
So findest du die richtige Trainingsroutine
- Plane feste Lauftage ein
- Lege deine Laufkleidung vorher bereit
- Starte mit kurzen Einheiten statt langen Läufen
- Nutze Erinnerungen oder Kalendertermine
- Trainiere lieber konstant als perfekt
2.2 Laufschuhe und Ausrüstung für Anfänger
Die wichtigste Investition für Laufanfänger sind passende Laufschuhe. Viele Beschwerden entstehen nicht durch das Laufen selbst, sondern durch ungeeignetes Schuhwerk. Gute Laufschuhe können die Belastung besser verteilen und den Laufkomfort deutlich verbessern.
Besonders hilfreich ist eine Beratung im Laufschuh-Fachgeschäft. Dort kann oft analysiert werden, wie du auftrittst und welcher Schuhtyp zu deinem Laufstil passt.
Viele Anfänger kaufen zu Beginn zu viel Equipment. Konzentriere dich zuerst auf Schuhe, bequeme Kleidung und eine einfache Routine. Alles andere kann später ergänzt werden.
2.3 Wann ein Gesundheitscheck sinnvoll ist
Für die meisten gesunden Menschen ist lockeres Lauftraining problemlos möglich. Wenn du jedoch längere Zeit keinen Sport gemacht hast, deutliches Übergewicht mitbringst oder Vorerkrankungen hast, kann ein ärztlicher Check sinnvoll sein.
Besonders bei Beschwerden wie Brustschmerzen, Schwindel, Atemproblemen oder ungewöhnlich starkem Herzrasen solltest du Belastungen nicht ignorieren.
Schmerzen in Gelenken, starke Atemprobleme oder anhaltende Beschwerden sind kein normaler Teil des Trainings. Reduziere die Belastung und hole dir im Zweifel medizinischen Rat.
3. Trainingsplan für Anfänger: Vom Gehen zum 5-km-Lauf
Einer der häufigsten Fehler beim Laufstart ist ein zu schneller Einstieg. Viele Anfänger versuchen direkt mehrere Kilometer am Stück zu laufen und verlieren dadurch schnell die Motivation oder bekommen Schmerzen. Deutlich sinnvoller ist ein langsamer Belastungsaufbau.
Dein Körper muss sich erst an die neue Belastung gewöhnen. Muskeln passen sich relativ schnell an, Sehnen und Gelenke brauchen dagegen deutlich länger. Genau deshalb funktionieren strukturierte Anfängerpläne meist besser als spontane Läufe ohne klare Belastungssteuerung.
Laufe lieber zu langsam als zu schnell. Wenn du während des Laufens noch problemlos sprechen kannst, bist du meist im richtigen Tempo unterwegs.
3.1 Warum die Lauf-Geh-Methode funktioniert
Viele Einsteiger glauben, Gehpausen seien ein Zeichen von Schwäche. Tatsächlich gehören sie zu den effektivsten Methoden für Laufanfänger. Durch den Wechsel aus lockerem Joggen und Gehen bleibt die Belastung kontrollierbar und der Körper kann sich schrittweise anpassen.
Gleichzeitig sinkt das Risiko für Überlastungen deutlich. Statt völlig erschöpft nach wenigen Minuten abbrechen zu müssen, kannst du mit Gehpausen länger trainieren und kontinuierlich Fortschritte machen.
Woran erkennst du das richtige Tempo?
- Du kannst während des Laufens noch sprechen
- Du bist außer Atem, aber nicht völlig erschöpft
- Dein Puls fühlt sich kontrollierbar an
- Du könntest theoretisch noch einige Minuten weiterlaufen
3.2 8-Wochen-Plan für Laufanfänger
Dieser Trainingsplan richtet sich an absolute Anfänger und hat ein klares Ziel: Nach acht Wochen sollst du in der Lage sein, etwa 5 Kilometer ohne längere Pause zu laufen.
Plane idealerweise drei Einheiten pro Woche ein und gönne deinem Körper zwischen den Läufen ausreichend Erholung.
Falls sich eine Woche noch zu anstrengend anfühlt, wiederhole sie einfach. Der Trainingsplan ist kein Wettkampf. Entscheidend ist, dass du gesund und motiviert bleibst.
3.3 Das richtige Tempo finden
Anfänger laufen fast immer zu schnell. Dadurch steigt die Belastung stark an und viele brechen ihre Läufe bereits nach wenigen Minuten erschöpft ab.
Ein lockeres Tempo fühlt sich anfangs manchmal „zu langsam“ an — genau das ist meistens richtig. Ausdauer entsteht durch regelmäßiges Training, nicht durch maximale Intensität.
- starkes Seitenstechen
- Schwindel oder Übelkeit
- anhaltende Schmerzen in Knie oder Schienbein
- extreme Erschöpfung nach jedem Lauf
- ständiger Muskelkater ohne Erholung
Wenn du solche Beschwerden regelmäßig bemerkst, reduziere Tempo oder Umfang. Langfristiger Fortschritt entsteht durch Konstanz — nicht durch einzelne harte Trainingseinheiten.
4. Lauftechnik: Effizient und gelenkschonend laufen
Viele Anfänger denken beim Laufen zuerst an Ausdauer oder Geschwindigkeit. Die Lauftechnik wird dagegen oft unterschätzt. Dabei kann eine saubere Technik helfen, effizienter zu laufen, schneller Fortschritte zu machen und typische Beschwerden wie Knie- oder Schienbeinschmerzen zu reduzieren.
Wichtig ist dabei: Du musst nicht „perfekt“ laufen. Kleine Anpassungen reichen oft aus, um das Laufgefühl deutlich angenehmer zu machen. Gerade Anfänger profitieren vor allem von einer lockeren Haltung und einem kontrollierten Tempo.
Versuche nicht künstlich besonders schnell oder besonders sportlich zu laufen. Ein lockerer, natürlicher Bewegungsablauf ist für Anfänger meist die beste Lösung.
4.1 Haltung, Atmung und Schrittfrequenz
Schon kleine Veränderungen bei Haltung und Bewegungsablauf können das Laufen angenehmer machen. Viele typische Anfängerprobleme entstehen durch verkrampfte Bewegungen oder ein zu hektisches Tempo.
Viele Anfänger machen zu große Schritte und landen dadurch hart auf der Ferse. Das erhöht oft die Belastung für Knie und Hüfte. Kürzere Schritte wirken meist natürlicher und kontrollierter.
Was tun bei Seitenstechen?
- Tempo reduzieren
- ruhiger und tiefer atmen
- nicht direkt nach großen Mahlzeiten laufen
- beim Ausatmen bewusst entspannen
- kurz gehen statt komplett abbrechen
4.2 Typische Technikfehler bei Anfängern
Viele Probleme beim Laufstart entstehen nicht durch mangelnde Fitness, sondern durch kleine Technikfehler, die sich über viele Schritte summieren. Die gute Nachricht: Die meisten davon lassen sich relativ einfach korrigieren.
Häufige Fehler beim Laufen
Zu schnelles Starttempo
Viele Anfänger laufen die ersten Minuten viel zu schnell und brechen später völlig erschöpft ein.
Verkrampfte Schultern
Hochgezogene Schultern kosten unnötig Energie und führen oft zu Verspannungen.
Zu große Schritte
Lange Schritte wirken zwar dynamisch, erhöhen aber oft die Belastung auf Gelenke und Schienbeine.
Fehlende Körperspannung
Eine schwache Rumpfmuskulatur kann dazu führen, dass die Haltung beim Laufen instabil wird.
Du musst deine Technik nicht bei jedem Schritt kontrollieren. Konzentriere dich lieber auf einzelne Punkte — zum Beispiel lockere Schultern oder ein ruhigeres Tempo. Mit zunehmender Lauferfahrung verbessert sich vieles automatisch.
Wenn du regelmäßig Schmerzen in Knie, Hüfte, Schienbein oder Achillessehne bekommst, solltest du Belastung, Schuhe und Laufstil überprüfen lassen.
5. Ernährung und Hydration rund ums Laufen
Viele Laufanfänger machen sich früh Gedanken über Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle Sporternährung. Für den Einstieg sind solche Produkte meist gar nicht notwendig. Entscheidend ist zunächst eine einfache, alltagstaugliche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Gerade Anfänger merken schnell, dass Essen und Trinken einen großen Einfluss auf das Laufgefühl haben können. Zu schwere Mahlzeiten vor dem Training, zu wenig Flüssigkeit oder lange Essenspausen führen häufig zu Müdigkeit, Seitenstechen oder Leistungseinbrüchen.
Laufe nicht komplett nüchtern in harte Belastungen hinein und iss direkt vor dem Training keine schweren Mahlzeiten.
5.1 Was vor dem Laufen sinnvoll ist
Vor lockeren Läufen brauchst du keine komplizierte Ernährungsstrategie. Ziel ist vor allem, genügend Energie zu haben, ohne dass der Magen belastet wird.
Viele Anfänger fahren gut mit kleinen, leicht verdaulichen Snacks etwa 1 bis 2 Stunden vor dem Training.
Wenn du morgens läufst und keinen Hunger hast, reicht oft schon eine kleine Banane oder etwas Wasser. Für kurze, lockere Einheiten ist keine große Mahlzeit notwendig.
Was hilft gegen Seitenstechen?
- nicht direkt nach dem Essen laufen
- ruhiger starten
- Tempo reduzieren
- gleichmäßig atmen
- große Mahlzeiten mindestens 2 Stunden vorher einplanen
5.2 Regeneration nach dem Training
Nach dem Laufen beginnt die eigentliche Anpassung des Körpers. Muskeln regenerieren, Energiespeicher werden aufgefüllt und der Körper verarbeitet die Belastung. Genau deshalb sind Schlaf, Ernährung und Erholung wichtige Bestandteile des Trainings.
Direkt nach lockeren Läufen reicht meist normales Essen und ausreichend Wasser. Nach intensiveren Einheiten können Kohlenhydrate und Proteine die Regeneration unterstützen.
Einfache Ideen für die Regeneration
- Joghurt mit Früchten und Haferflocken
- Vollkornbrot mit Frischkäse oder Ei
- Reis oder Kartoffeln mit Proteinquelle
- ausreichend Wasser trinken
- nach harten Einheiten genügend schlafen
Viele Anfänger unterschätzen außerdem die Bedeutung von Flüssigkeit. Schon leichter Flüssigkeitsmangel kann dazu führen, dass sich Läufe deutlich anstrengender anfühlen.
- starke Müdigkeit während des Laufens
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühl
- ungewöhnlich hoher Puls
- sehr dunkler Urin nach dem Training
Für die meisten Anfänger gilt: Wasser reicht im Alltag und bei normalen Läufen völlig aus. Spezielle Sportgetränke werden meist erst bei langen oder sehr intensiven Belastungen relevant.
6. Verletzungen vermeiden: Die häufigsten Anfängerfehler
Viele Menschen hören nicht wegen fehlender Motivation mit dem Laufen auf, sondern wegen Schmerzen oder Überlastungen. Gerade Anfänger unterschätzen oft, wie stark Laufen Muskeln, Sehnen und Gelenke belastet — selbst dann, wenn sich das Training zunächst leicht anfühlt.
Die gute Nachricht: Die meisten typischen Laufverletzungen entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über Tage oder Wochen. Wer früh auf Warnsignale achtet und Belastungen sinnvoll steigert, kann viele Probleme vermeiden.
Fortschritt entsteht nicht durch möglichst hartes Training, sondern durch regelmäßige Belastung mit ausreichend Erholung.
6.1 Belastung richtig steigern
Der häufigste Anfängerfehler ist ein zu schneller Trainingsaufbau. Viele fühlen sich nach wenigen Läufen deutlich fitter und erhöhen sofort Tempo, Distanz und Trainingshäufigkeit gleichzeitig. Genau dadurch entstehen oft Überlastungsprobleme.
Dein Herz-Kreislauf-System verbessert sich meist schneller als Sehnen, Gelenke und Knochen. Deshalb kann sich dein Körper „fit“ anfühlen, obwohl bestimmte Strukturen noch nicht bereit für höhere Belastungen sind.
Gerade in den ersten Wochen bringt Geduld meist mehr als Ehrgeiz. Wer langsam startet, kann oft langfristig deutlich konstanter trainieren.
Warum Ruhetage wichtig sind
- Muskeln regenerieren sich
- Sehnen und Gelenke passen sich an
- Überlastungen werden reduziert
- der Körper verarbeitet Trainingsreize
- das Verletzungsrisiko sinkt
6.2 Warnsignale des Körpers erkennen
Muskelkater und leichte Müdigkeit sind nach dem Training normal. Es gibt jedoch Beschwerden, die du nicht ignorieren solltest. Viele Laufverletzungen kündigen sich früh an — oft durch kleine Schmerzen, die bei jedem Lauf stärker werden.
Typische Beschwerden bei Laufanfängern
Schienbeinschmerzen
Treten häufig bei zu schnellem Trainingsaufbau oder harter Laufunterlage auf.
Kniebeschwerden
Können durch Überlastung, schwache Muskulatur oder ungeeignete Schuhe verstärkt werden.
Achillessehne zieht oder schmerzt
Oft ein Zeichen dafür, dass Umfang oder Intensität zu schnell gesteigert wurden.
Starke Erschöpfung
Kann auf fehlende Regeneration, Schlafmangel oder zu hohe Trainingsbelastung hinweisen.
Schmerzen, die bei jedem Lauf stärker werden oder im Alltag bleiben, solltest du ernst nehmen. Eine kurze Trainingspause ist meist sinnvoller als mehrere Wochen Zwangspause durch eine echte Verletzung.
- stechende Schmerzen beim Laufen
- Schmerzen, die mehrere Tage bleiben
- Schwellungen oder starke Druckempfindlichkeit
- Beschwerden, die dein normales Gehen beeinflussen
- wiederkehrende Schmerzen nach jedem Training
Viele Probleme lassen sich außerdem durch ergänzendes Krafttraining reduzieren. Übungen für Beine, Hüfte und Rumpf verbessern Stabilität und Laufhaltung — besonders bei Anfängern.
7. Motivation: So bleibst du langfristig dran
Die größte Herausforderung beim Laufen ist oft nicht der erste Lauf — sondern dranzubleiben. Viele Anfänger starten hochmotiviert, verlieren aber nach einigen Wochen ihre Routine. Der Grund dafür ist selten fehlende Disziplin. Häufig fehlt einfach ein realistischer Alltag, in den das Training dauerhaft hineinpasst.
Langfristiger Erfolg entsteht meist durch kleine Gewohnheiten. Wer regelmäßig läuft, auch wenn die Motivation mal niedriger ist, macht langfristig die größten Fortschritte.
Motivation kommt und geht. Routinen bleiben. Feste Lauftage helfen oft mehr als spontane Motivation.
7.1 Wie Laufen zur Gewohnheit wird
Viele Anfänger setzen sich zu stark unter Druck. Dabei muss nicht jede Einheit perfekt sein. Selbst ein kurzer, lockerer Lauf zählt und hilft dabei, die Gewohnheit aufzubauen.
Gerade Anfänger profitieren davon, Training möglichst einfach zu halten. Je komplizierter der Ablauf wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Einheiten ausfallen zu lassen.
Was tun bei Motivationsproblemen?
- kleinere Ziele setzen
- nicht jede Einheit bewerten
- mit Musik oder Podcasts laufen
- neue Strecken ausprobieren
- sich mit Freunden oder Laufgruppen verabreden
- lieber kurz laufen als komplett ausfallen lassen
7.2 Warum Abwechslung wichtig ist
Immer dieselbe Strecke und immer dasselbe Tempo können auf Dauer langweilig werden. Kleine Veränderungen sorgen oft dafür, dass das Training interessanter bleibt.
Schon einfache Anpassungen können helfen:
- eine neue Laufstrecke wählen
- im Wald oder Park laufen
- lockere Tempowechsel einbauen
- gemeinsam mit anderen laufen
- an einem 5-km-Lauf teilnehmen
Viele Anfänger entdecken ihre Motivation außerdem erst dann richtig, wenn sie erste Fortschritte bemerken — etwa den ersten Lauf ohne Gehpause oder eine Strecke, die plötzlich leichter fällt als noch vor einigen Wochen.
Woran du Fortschritte erkennst
- du brauchst weniger Gehpausen
- dein Tempo fühlt sich leichter an
- du erholst dich schneller
- Treppen oder Alltag fallen leichter
- du kannst länger locker laufen
Genau diese kleinen Fortschritte sind oft wichtiger als Zahlen auf der Uhr oder App. Wer dauerhaft Spaß am Laufen entwickelt, bleibt meist automatisch langfristig aktiv.
Viele Anfänger vergleichen sich zu stark mit erfahrenen Läufern in sozialen Medien oder Lauf-Apps. Konzentriere dich lieber auf deine eigene Entwicklung.
FAQ: Häufige Fragen zum Laufen für Anfänger
Wie oft sollte man als Anfänger laufen?
Für die meisten Anfänger sind zwei bis drei Laufeinheiten pro Woche ideal. So bekommt der Körper genug Trainingsreize, aber auch ausreichend Zeit zur Regeneration.
Wie lange dauert es, bis man 5 km laufen kann?
Viele Anfänger schaffen mit regelmäßigem Training innerhalb von 6 bis 10 Wochen ihre ersten 5 Kilometer ohne längere Pause. Entscheidend ist nicht das Tempo, sondern ein langsamer Belastungsaufbau.
Ist Gehen zwischen den Laufabschnitten erlaubt?
Ja — Gehpausen sind für Anfänger sogar sinnvoll. Sie helfen dabei, die Belastung besser zu steuern und länger in Bewegung zu bleiben, ohne den Körper zu überfordern.
Braucht man teure Laufschuhe?
Teuer bedeutet nicht automatisch besser. Wichtig ist vor allem, dass die Schuhe bequem sitzen und zu deinem Laufstil passen. Eine Beratung im Fachgeschäft kann gerade für Anfänger hilfreich sein.
Sollte man beim Laufen trinken?
Bei kurzen Läufen unter einer Stunde reicht es meist aus, vorher und nachher genug Wasser zu trinken. Bei längeren oder sehr warmen Einheiten wird Flüssigkeitszufuhr wichtiger.
Was tun bei Seitenstechen?
Tempo reduzieren, ruhiger atmen und kurz gehen hilft oft bereits. Außerdem solltest du vermeiden, direkt nach großen Mahlzeiten zu laufen.
Ist Muskelkater nach dem Laufen normal?
Leichter Muskelkater ist besonders am Anfang normal. Starke oder stechende Schmerzen dagegen sind ein Warnsignal und sollten nicht ignoriert werden.
Wann sieht man erste Fortschritte?
Viele Anfänger merken bereits nach wenigen Wochen, dass sie länger laufen können und sich im Alltag fitter fühlen. Sichtbare Ausdauerfortschritte entstehen meist schneller als erwartet.
Kann man mit Übergewicht joggen anfangen?
Grundsätzlich ja. Gerade bei höherem Gewicht ist ein langsamer Einstieg mit Geh- und Laufintervallen sinnvoll, um Gelenke und Sehnen nicht zu stark zu belasten.
Was ist wichtiger: Tempo oder Regelmäßigkeit?
Für Anfänger ist Regelmäßigkeit deutlich wichtiger. Wer konstant trainiert, verbessert seine Ausdauer langfristig fast automatisch.





