
Deutschland besitzt eine außergewöhnliche Grand-Slam-Geschichte – und 2026 ist ein weiteres bedeutendes Kapitel hinzugekommen. Alexander Zverev gewann zunächst die French Open und triumphierte gut drei Monate später auch bei den US Open. Damit steht der Hamburger inzwischen bei zwei Grand-Slam-Titeln im Einzel. In dieser aktualisierten Übersicht zeigen wir alle deutschen Grand-Slam-Siegerinnen und -Sieger, vergleichen ihre Erfolge und ordnen Zverevs historische Saison ein. Zusätzlich blicken wir auf bedeutende deutsche Titel im Doppel und Mixed.
Alexander Zverev gewann am 13. September 2026 die US Open. Im Finale besiegte er Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7 und 6:2. Nach seinem French-Open-Triumph im Juni ist es bereits sein zweiter Grand-Slam-Titel im Einzel. Quellen:
US Open ·
Roland-Garros
Inhalt
Kurz-Zusammenfassung: Deutsche Grand-Slam-Sieger im Überblick
- Alexander Zverev gewann 2026 sowohl die French Open als auch die US Open und steht damit bei zwei Grand-Slam-Titeln im Einzel.
- Seinen ersten Major gewann Zverev am 7. Juni 2026 gegen Flavio Cobolli in Paris, den zweiten am 13. September 2026 gegen Ben Shelton in New York.
- Steffi Graf bleibt mit 22 Grand-Slam-Titeln im Einzel die mit Abstand erfolgreichste deutsche Spielerin.
- Boris Becker hält mit sechs Grand-Slam-Titeln weiterhin den deutschen Rekord im Herreneinzel.
- Angelique Kerber gewann drei Majors: Australian Open und US Open 2016 sowie Wimbledon 2018.
- Alexander Zverev hat Michael Stich mit dessen einem Wimbledon-Titel in der Major-Bilanz überholt und liegt in der Open Era bei den deutschen Herren nun allein hinter Becker.
- Historisch gehören außerdem Cilly Aussem, Gottfried von Cramm, Hilde Krahwinkel Sperling und Henner Henkel zum Kreis der deutschen Grand-Slam-Sieger im Einzel.
- Auch im Doppel und Mixed feierten deutsche Profis bedeutende Major-Erfolge, darunter Kevin Krawietz, Andreas Mies, Anna-Lena Grönefeld und Laura Siegemund.
Alexander Zverev schreibt 2026 gleich zweimal Grand-Slam-Geschichte
Alexander Zverev hat die entscheidende Lücke in seiner Karriere nicht nur geschlossen, sondern innerhalb weniger Monate gleich zwei große Titel gewonnen. Im Juni 2026 triumphierte der Hamburger bei den French Open. Im September folgte bei den US Open sein zweiter Grand-Slam-Sieg.
Damit sieht Zverevs historische Einordnung grundlegend anders aus als noch zu Beginn der Saison. Aus einem langjährigen Topspieler ohne Major-Titel ist ein zweifacher Grand-Slam-Champion geworden, der in der Open Era unter den deutschen Herren nur noch Boris Becker vor sich hat.
Alexander Zverev hat zwei Grand-Slam-Titel gewonnen. 2026 siegte er bei den French Open in Paris und bei den US Open in New York.
French Open 2026: Der erste Grand-Slam-Titel
Der Durchbruch gelang Zverev am 7. Juni 2026 in Roland-Garros. Im Finale setzte er sich gegen den Italiener Flavio Cobolli mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7(5) und 6:1 durch. Die Partie dauerte 4:16 Stunden.
Für Zverev endete damit eine lange Serie von Rückschlägen auf der größten Tennisbühne. Zuvor hatte er drei Grand-Slam-Finals verloren, darunter das US-Open-Endspiel 2020 und das French-Open-Finale 2024. In seinem vierten Major-Finale gelang schließlich der ersehnte Titel.
Gleichzeitig beendete Zverev eine 30-jährige Durststrecke im deutschen Herrentennis: Seit Boris Beckers Australian-Open-Triumph 1996 hatte kein Deutscher mehr ein Grand-Slam-Turnier im Herreneinzel gewonnen.
| French Open 2026 | Details |
|---|---|
| Finale | Alexander Zverev – Flavio Cobolli |
| Ergebnis | 6:1, 4:6, 6:4, 6:7(5), 6:1 |
| Datum | 7. Juni 2026 |
| Austragungsort | Roland-Garros, Paris |
| Bedeutung | Erster Grand-Slam-Titel seiner Karriere |
US Open 2026: Zverev legt den zweiten Major-Titel nach
Nur gut drei Monate später bestätigte Zverev seinen neuen Status auch auf Hartplatz. Am 13. September 2026 gewann er das Finale der US Open gegen den US-Amerikaner Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7 und 6:2.
Der Erfolg in New York besitzt für Zverev auch eine persönliche Dimension. Bei den US Open hatte er 2020 sein erstes Grand-Slam-Finale erreicht und nach einer Zwei-Satz-Führung noch gegen Dominic Thiem verloren. Sechs Jahre später kehrte er in das Endspiel zurück und holte den Titel.
| US Open 2026 | Details |
|---|---|
| Finale | Alexander Zverev – Ben Shelton |
| Ergebnis | 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2 |
| Datum | 13. September 2026 |
| Austragungsort | USTA Billie Jean King National Tennis Center, New York |
| Bedeutung | Zweiter Grand-Slam-Titel, zweiter Major-Sieg 2026 |
Historische Einordnung: Wo steht Zverev jetzt?
Nach dem French-Open-Sieg lautete die wichtigste Erkenntnis zunächst, dass Zverev endlich Grand-Slam-Champion war. Nach den US Open reicht diese Beschreibung nicht mehr aus: Mit zwei Major-Titeln hat er sich innerhalb einer Saison deutlich von Michael Stich abgesetzt, der 1991 Wimbledon gewann.
In der Open Era bleibt Boris Becker mit sechs Grand-Slam-Titeln die klare deutsche Nummer eins im Herreneinzel. Zverev folgt nun mit zwei Titeln vor Stich mit einem. Betrachtet man die gesamte Tennisgeschichte, kommt Gottfried von Cramm ebenfalls auf zwei Einzeltitel bei den French Open.
Entscheidend ist nicht nur die Zahl zwei. Zverev hat 2026 auf zwei unterschiedlichen Belägen gewonnen: auf Sand in Paris und auf Hartplatz in New York. Damit hat er innerhalb weniger Monate aus der lange diskutierten Schwachstelle seiner Karriere eine der stärksten Phasen eines deutschen Herrenspielers seit der Becker-Ära gemacht.
US Open: Zverev gewinnt das Finale 2026
Roland-Garros: Zverev gewinnt seinen ersten Major-Titel
Alle deutschen Grand-Slam-Sieger im Einzel
Die deutsche Grand-Slam-Geschichte reicht bis in die frühen 1930er-Jahre zurück. Neun deutsche Spielerinnen und Spieler haben mindestens einen der vier wichtigsten Einzeltitel im Tennis gewonnen.
Den größten Anteil daran hat Steffi Graf mit 22 Titeln. Bei den Herren führt Boris Becker mit sechs Majors, während Alexander Zverev durch seine beiden Erfolge 2026 deutlich aufgerückt ist.
Deutsche Grand-Slam-Sieger im Einzel nach Titeln
| Spieler/-in | Titel | Grand-Slam-Erfolge |
|---|---|---|
| Steffi Graf | 22 | 4× Australian Open, 6× French Open, 7× Wimbledon, 5× US Open |
| Boris Becker | 6 | 2× Australian Open, 3× Wimbledon, 1× US Open |
| Angelique Kerber | 3 | Australian Open 2016, US Open 2016, Wimbledon 2018 |
| Alexander Zverev | 2 | French Open 2026, US Open 2026 |
| Cilly Aussem | 2 | French Open 1931, Wimbledon 1931 |
| Gottfried von Cramm | 2 | French Open 1934 und 1936 |
| Michael Stich | 1 | Wimbledon 1991 |
| Hilde Krahwinkel Sperling | 1 | French Open 1935 |
| Henner Henkel | 1 | French Open 1937 |
Über alle Geschlechter hinweg führt Steffi Graf mit 22 Einzeltiteln. Bei den deutschen Herren hält Boris Becker mit sechs Majors den Rekord. Alexander Zverev steht seit den US Open 2026 bei zwei Titeln.
Chronologische Liste der deutschen Grand-Slam-Sieger im Einzel
| Jahr | Spieler/-in | Turnier |
|---|---|---|
| 1931 | Cilly Aussem | French Open |
| 1931 | Cilly Aussem | Wimbledon |
| 1934 | Gottfried von Cramm | French Open |
| 1935 | Hilde Krahwinkel Sperling | French Open |
| 1936 | Gottfried von Cramm | French Open |
| 1937 | Henner Henkel | French Open |
| 1985 | Boris Becker | Wimbledon |
| 1986 | Boris Becker | Wimbledon |
| 1987 | Steffi Graf | French Open |
| 1988–1999 | Steffi Graf | Weitere 21 Grand-Slam-Titel |
| 1989 | Boris Becker | Wimbledon, US Open |
| 1991 | Boris Becker | Australian Open |
| 1991 | Michael Stich | Wimbledon |
| 1996 | Boris Becker | Australian Open |
| 2016 | Angelique Kerber | Australian Open, US Open |
| 2018 | Angelique Kerber | Wimbledon |
| 2026 | Alexander Zverev | French Open, US Open |
Die wichtigsten Epochen des deutschen Grand-Slam-Tennis
Die erste große deutsche Erfolgsphase begann in den 1930er-Jahren. Cilly Aussem, Gottfried von Cramm, Hilde Krahwinkel Sperling und Henner Henkel gewannen in kurzer Folge bedeutende Einzeltitel.
Die bis heute prägendste Epoche folgte ab Mitte der 1980er-Jahre. Boris Becker und Steffi Graf machten Tennis in Deutschland zum Massensport und gewannen gemeinsam 28 Grand-Slam-Titel im Einzel.
Im 21. Jahrhundert setzte zunächst Angelique Kerber die deutsche Erfolgsgeschichte fort. 2026 folgte Alexander Zverev mit einer Saison, in der er gleich zwei Majors gewann.
Steffi Graf – Die erfolgreichste deutsche Tennisspielerin
Wenn über deutsche Tennis-Legenden gesprochen wird, führt kein Weg an Steffi Graf vorbei. Die gebürtige Mannheimerin gewann zwischen 1987 und 1999 insgesamt 22 Grand-Slam-Titel im Einzel und gehört damit zu den erfolgreichsten Spielerinnen der Tennisgeschichte.
Ihr größter statistischer Meilenstein ist der Golden Slam von 1988. Graf gewann innerhalb eines Kalenderjahres die Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open sowie olympisches Gold im Einzel.
Geburtsdatum: 14. Juni 1969
Geburtsort: Mannheim
Karriereende: 1999
Grand-Slam-Titel: 22 im Einzel
Wochen als Weltranglistenerste: 377
Besonderheit: Golden Slam 1988
Steffi Grafs Grand-Slam-Titel
| Turnier | Titel |
|---|---|
| Australian Open | 4 |
| French Open | 6 |
| Wimbledon | 7 |
| US Open | 5 |
| Gesamt | 22 |
Graf war auf allen Belägen erfolgreich und kombinierte außergewöhnliche Athletik mit einer der wirkungsvollsten Vorhände ihrer Zeit. Mit 377 Wochen an der Spitze der WTA-Weltrangliste hält sie weiterhin den Rekord im Damentennis.
Boris Becker – Deutschlands erfolgreichster Grand-Slam-Spieler
Boris Becker veränderte das deutsche Tennis nachhaltig. Als 17-Jähriger gewann er 1985 Wimbledon und wurde zum damals jüngsten Herren-Einzelsieger des Turniers. Der Triumph löste gemeinsam mit Steffi Grafs späteren Erfolgen einen enormen Tennisboom in Deutschland aus.
Becker gewann insgesamt sechs Grand-Slam-Titel im Einzel und bleibt damit auch nach Zverevs außergewöhnlichem Jahr 2026 der erfolgreichste deutsche Herrenspieler nach Major-Titeln.
Geburtsdatum: 22. November 1967
Geburtsort: Leimen
Karriereende: 1999
Grand-Slam-Titel: 6 im Einzel
Höchste Weltranglistenposition: Nummer 1
Boris Beckers sechs Grand-Slam-Titel
| Jahr | Turnier |
|---|---|
| 1985 | Wimbledon |
| 1986 | Wimbledon |
| 1989 | Wimbledon |
| 1989 | US Open |
| 1991 | Australian Open |
| 1996 | Australian Open |
Boris Becker oder Alexander Zverev: Wer ist erfolgreicher?
Gemessen an Grand-Slam-Titeln bleibt die Antwort eindeutig: Becker führt mit sechs zu zwei. Auch seine drei Wimbledon-Siege und seine Rolle als Weltranglistenerster verschaffen ihm weiterhin einen deutlichen historischen Vorsprung.
Zverev hat den Abstand 2026 allerdings erheblich verkürzt. Nach den Titeln in Paris und New York ist er in der Open Era der zweiterfolgreichste deutsche Herrenspieler nach Grand-Slam-Siegen und nicht mehr lediglich der herausragende deutsche Spieler ohne Major-Titel.
Beckers Australian-Open-Titel 1996 blieb drei Jahrzehnte lang der letzte deutsche Grand-Slam-Sieg im Herreneinzel. Zverev beendete diese Serie bei den French Open 2026 und gewann anschließend auch die US Open.
Michael Stich – Wimbledon-Sieger von 1991
Michael Stich gehörte Anfang der 1990er-Jahre zur absoluten Weltspitze. Seinen größten Erfolg feierte er 1991 in Wimbledon, als er im Finale ausgerechnet seinen Landsmann Boris Becker bezwang.
Der Hamburger gewann zwar nur einen Grand-Slam-Titel im Einzel, erreichte aber auch das Finale der US Open 1994 und der French Open 1996. Seine höchste Weltranglistenposition war Rang zwei.
Geburtsdatum: 18. Oktober 1968
Geburtsort: Pinneberg
Karriereende: 1997
Grand-Slam-Titel: 1 im Einzel
Höchste Weltranglistenposition: Nummer 2
Stichs wichtigste Grand-Slam-Ergebnisse
| Jahr | Turnier | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1991 | Wimbledon | Sieger |
| 1994 | US Open | Finale |
| 1996 | French Open | Finale |
Hinzu kamen der Gewinn der ATP-Weltmeisterschaft 1993 und die olympische Goldmedaille im Doppel 1992 gemeinsam mit Boris Becker.
Michael Stich im Vergleich zu Alexander Zverev
Bis zu den French Open 2026 standen Stich und Zverev in der deutschen Grand-Slam-Statistik nicht auf derselben Ebene: Stich war Major-Champion, Zverev trotz vieler großer Erfolge noch nicht. Innerhalb weniger Monate hat sich dieses Verhältnis gedreht.
Zverev steht nach seinen Titeln bei den French Open und US Open 2026 bei zwei Majors und damit einen Titel vor Stich. Stichs Wimbledon-Sieg bleibt dennoch einer der größten Momente in der deutschen Tennisgeschichte.
Angelique Kerber – Drei Grand-Slam-Titel und die Nummer 1 der Welt
Angelique Kerber brachte Deutschland im 21. Jahrhundert zurück an die Spitze des Damentennis. 2016 gewann sie zunächst die Australian Open und wenige Monate später die US Open. Im selben Jahr erreichte sie außerdem die Spitze der WTA-Weltrangliste.
2018 folgte der dritte Grand-Slam-Titel in Wimbledon. Damit ist Kerber nach Steffi Graf die erfolgreichste deutsche Spielerin der Open Era nach Major-Titeln.
Geburtsdatum: 18. Januar 1988
Geburtsort: Bremen
Karriereende: 2024
Grand-Slam-Titel: 3 im Einzel
Höchste Weltranglistenposition: Nummer 1
Olympische Spiele: Silber im Einzel 2016
Angelique Kerbers Grand-Slam-Titel
| Jahr | Turnier |
|---|---|
| 2016 | Australian Open |
| 2016 | US Open |
| 2018 | Wimbledon |
Kerbers Ausnahmejahr 2016 war der endgültige Durchbruch. Bei den Australian Open besiegte sie im Finale Serena Williams. Bei den US Open setzte sie sich im Endspiel gegen Karolina Pliskova durch und übernahm die Nummer eins der Welt.
Zwei Jahre später besiegte Kerber Serena Williams erneut in einem Grand-Slam-Finale und gewann Wimbledon. Deutschland hatte damit erstmals seit Steffi Graf wieder eine Wimbledon-Siegerin im Dameneinzel.
Kerber führte Deutschland 2014 bis ins Finale des damaligen Fed Cup. Einen Fed-Cup-Titel gewann sie mit Deutschland jedoch nicht. 2024 beendete sie nach den Olympischen Spielen in Paris ihre aktive Karriere.
Alexander Zverev – Vom Hoffnungsträger zum zweifachen Grand-Slam-Champion
Alexander Zverev gehörte schon lange vor seinem ersten Major-Titel zur Weltspitze. Er gewann olympisches Gold, die ATP Finals und zahlreiche Masters-Turniere. Gleichzeitig blieb die Frage bestehen, ob ihm auch bei einem Grand-Slam-Turnier der ganz große Durchbruch gelingen würde.
2026 beantwortete er diese Frage gleich doppelt. Innerhalb von etwas mehr als drei Monaten gewann er die French Open auf Sand und die US Open auf Hartplatz.
Geburtsdatum: 20. April 1997
Geburtsort: Hamburg
Profi seit: 2013
Grand-Slam-Titel: 2 im Einzel
Grand-Slam-Siege: French Open 2026, US Open 2026
Olympiasieger: Tokio 2021
Höchste Weltranglistenposition: Nummer 2
Der lange Weg zum ersten Grand-Slam-Titel
Zverev entwickelte sich bereits in jungen Jahren zu einem der besten Spieler der ATP-Tour. Masters-Titel, Siege bei den ATP Finals und olympisches Gold zeigten früh, dass er die stärksten Konkurrenten der Welt bezwingen konnte.
Bei Grand-Slam-Turnieren fehlte jedoch lange der letzte Schritt. Besonders bitter war das US-Open-Finale 2020, in dem er gegen Dominic Thiem trotz einer Zwei-Satz-Führung verlor. Hinzu kam die schwere Knöchelverletzung im French-Open-Halbfinale 2022.
2024 erreichte Zverev erneut das Finale von Roland-Garros, verlor dort aber gegen Carlos Alcaraz. Erst zwei Jahre später gelang in Paris die endgültige Erlösung.
Zverevs Grand-Slam-Bilanz 2026
| Turnier | Ergebnis | Finalgegner |
|---|---|---|
| French Open | Sieger | Flavio Cobolli |
| US Open | Sieger | Ben Shelton |
Wo steht Zverev in der deutschen Tennisgeschichte?
Mit zwei Grand-Slam-Titeln hat Zverev seinen Platz unter den größten deutschen Herrenspielern endgültig gefestigt. In der Open Era liegt nur Boris Becker mit sechs Major-Siegen vor ihm. Michael Stich folgt mit einem Titel.
In der historischen Gesamtbetrachtung kommt auch Gottfried von Cramm auf zwei Grand-Slam-Titel. Zverev gehört damit längst nicht mehr nur aufgrund seiner Weltranglistenposition, Masters-Titel oder Olympiaerfolge zur deutschen Tennis-Elite, sondern auch anhand der wichtigsten Kennzahl des Sports: gewonnene Majors.
Vor 2026 wurde Zverevs Karriere häufig über den fehlenden Grand-Slam-Titel definiert. Seit September 2026 lautet die wesentlich spannendere Frage, wie viele Majors er am Ende seiner Karriere gewinnen kann.
Deutsche Grand-Slam-Erfolge im Doppel und Mixed
Die deutsche Grand-Slam-Geschichte beschränkt sich nicht auf das Einzel. Auch im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed haben deutsche Spielerinnen und Spieler bedeutende Titel gewonnen.
Die folgende Tabelle ist bewusst keine vollständige historische Liste aller deutschen Doppel- und Mixed-Titel, sondern zeigt einige der wichtigsten Erfolge der jüngeren Vergangenheit.
| Jahr | Spieler/-in | Turnier | Disziplin | Partner/in |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | Anna-Lena Grönefeld | Wimbledon | Mixed | Mark Knowles |
| 2014 | Anna-Lena Grönefeld | French Open | Mixed | Jean-Julien Rojer |
| 2016 | Laura Siegemund | US Open | Mixed | Mate Pavić |
| 2019 | Kevin Krawietz / Andreas Mies | French Open | Herren-Doppel | Gemeinsam |
| 2020 | Kevin Krawietz / Andreas Mies | French Open | Herren-Doppel | Gemeinsam |
| 2020 | Laura Siegemund | US Open | Damen-Doppel | Vera Zvonareva |
| 2024 | Laura Siegemund | French Open | Mixed | Édouard Roger-Vasselin |
Krawietz und Mies schreiben deutsche Doppel-Geschichte
Kevin Krawietz und Andreas Mies gewannen 2019 überraschend die French Open und verteidigten ihren Titel 2020. Zwei Grand-Slam-Siege in Folge machten das Duo zu einem der erfolgreichsten deutschen Doppel der jüngeren Tennisgeschichte.
Laura Siegemund mit Titeln in drei Grand-Slam-Wettbewerben
Laura Siegemund gewann 2016 das Mixed der US Open gemeinsam mit Mate Pavić. 2020 folgte in New York der Titel im Damendoppel an der Seite von Vera Zvonareva.
2024 gewann Siegemund gemeinsam mit Édouard Roger-Vasselin außerdem das Mixed bei den French Open. Damit verfügt sie über Grand-Slam-Titel sowohl im Damen-Doppel als auch im Mixed.
Laura Siegemunds US-Open-Titel mit Vera Zvonareva stammt aus dem Jahr 2020 und wurde im Damen-Doppel gewonnen. Ihr Mixed-Titel bei den US Open stammt aus dem Jahr 2016 mit Mate Pavić. Diese Zuordnung ist in der aktualisierten Tabelle korrigiert.
Aktuelle Einordnung des deutschen Tennis
Alexander Zverevs Saison 2026 verändert die Perspektive auf das deutsche Herrentennis erheblich. Nach drei Jahrzehnten ohne deutschen Major-Sieger bei den Herren folgten innerhalb weniger Monate gleich zwei Titel.
Der wichtigste Unterschied zur Situation vor 2026 ist damit offensichtlich: Deutschland verfügt wieder über einen aktiven mehrfachen Grand-Slam-Champion im Herreneinzel. Zverev ist nicht mehr nur ein Kandidat auf große Titel, sondern hat auf Sand und Hartplatz bewiesen, dass er Majors gewinnen kann.
Für Zverev verschiebt sich die Zielsetzung nach den beiden Titeln 2026. Sporthistorisch interessant ist nun vor allem, ob er weitere Majors gewinnt, auf Rasen oder bei den Australian Open ebenfalls triumphieren kann und wie weit er langfristig an Boris Beckers sechs Grand-Slam-Titel herankommt.
Eine neue Ausgangslage für die deutsche Tennisgeschichte
Steffi Graf und Boris Becker bleiben aufgrund ihrer Titelzahlen und ihrer jahrzehntelangen Bedeutung die beiden herausragenden Namen des deutschen Tennissports. Angelique Kerber folgt mit drei Grand-Slam-Titeln als wichtigste deutsche Spielerin des 21. Jahrhunderts.
Zverev hat 2026 jedoch eine neue Kategorie erreicht. Mit zwei Major-Titeln liegt er nun vor Michael Stich und hat gleichzeitig noch die Möglichkeit, seine Bilanz weiter auszubauen.
Nach French Open und US Open 2026 lautet die zentrale Frage nicht mehr, ob Alexander Zverev einen Grand Slam gewinnen kann. Entscheidend wird sein, ob aus der außergewöhnlichen Saison der Beginn einer längeren Major-Erfolgsserie wird.
FAQ – Häufige Fragen zu deutschen Grand-Slam-Siegern
Wie viele Grand-Slam-Titel hat Alexander Zverev gewonnen?
Alexander Zverev hat zwei Grand-Slam-Titel im Einzel gewonnen. 2026 siegte er bei den French Open gegen Flavio Cobolli und bei den US Open gegen Ben Shelton.
Wann gewann Alexander Zverev die US Open?
Alexander Zverev gewann die US Open am 13. September 2026. Im Finale besiegte er Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7 und 6:2.
Wer ist der erfolgreichste deutsche Grand-Slam-Sieger?
Steffi Graf ist mit 22 Grand-Slam-Titeln im Einzel die erfolgreichste deutsche Spielerin. Bei den Herren führt Boris Becker mit sechs Titeln.
Welche deutschen Herren haben Grand-Slam-Turniere gewonnen?
In der Open Era gewannen Boris Becker, Michael Stich und Alexander Zverev Grand-Slam-Titel im Herreneinzel. Historisch kommen Gottfried von Cramm und Henner Henkel hinzu.
Wie viele Grand-Slam-Titel hat Boris Becker gewonnen?
Boris Becker gewann sechs Grand-Slam-Titel im Einzel: dreimal Wimbledon, zweimal die Australian Open und einmal die US Open.
Welche deutsche Tennisspielerin gewann die meisten Grand-Slam-Titel?
Steffi Graf hält mit 22 Grand-Slam-Titeln im Einzel den deutschen Rekord. Dahinter folgt Angelique Kerber mit drei Majors.
Wer war der erste deutsche Grand-Slam-Sieger?
Cilly Aussem gewann 1931 die French Open und anschließend Wimbledon. Sie war damit die erste deutsche Grand-Slam-Siegerin im Einzel.





