Handball-EM 2026 der Männer: Spielplan, Gruppen, Favoriten & Prognose

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Turnier-Guide Handball-Europameisterschaft 2026

Spielplan, Gruppen, Favoriten & Prognose zur Handball-EM 2026

Die Handball-EM 2026 der Männer zählt zu den sportlichen Höhepunkten des Jahres. 24 Nationalmannschaften kämpfen in Dänemark, Schweden und Norwegen um den wichtigsten europäischen Titel. Dieser Guide liefert dir alle relevanten Informationen in kompakter und verständlicher Form – vom Turniermodus über den vollständigen Spielplan bis hin zu Favoritenanalysen und einer realistischen Prognose.

Grundlage bilden offizielle Turnierdaten der European Handball Federation, ergänzt durch nationale Berichterstattung und statistische Auswertungen internationaler Handball-Datenbanken wie der International Handball Federation. Alle Informationen werden im Turnierverlauf aktualisiert.

Zeitraum: 15. Januar – 1. Februar 2026 Gastgeber: Dänemark · Schweden · Norwegen Teilnehmer: 24 Teams

Inhaltsverzeichnis

Schnell zu den wichtigsten Themen springen: Spielplan, Gruppen, Favoriten, Stars und Prognose.

Guide-Format Updates im Verlauf

Turnierdaten & Überblick zur Handball-EM 2026

Die Handball-Europameisterschaft der Männer 2026 markiert den sportlichen Auftakt des internationalen Handballjahres und gehört zu den wichtigsten Turnieren im globalen Kalender. Für viele Nationalteams ist die EM nicht nur ein prestigeträchtiger Titelkampf, sondern zugleich ein Gradmesser für die eigene Entwicklung im Vergleich zur Weltspitze. Entsprechend hoch ist die sportliche Dichte bereits in der Vorrunde.

Vom 15. Januar bis zum 1. Februar 2026 kämpfen 24 Nationalmannschaften in Dänemark, Schweden und Norwegen um die europäische Krone. Gespielt wird nach dem bewährten EM-Modus mit Vorrunde, Hauptrunde und K.-o.-Phase. Die Organisation liegt bei der Europäischen Handball-Föderation, die den offiziellen Spielplan, die Regularien sowie alle verbindlichen Turnierdetails veröffentlicht.

Handball-EM 2026 – Kurzüberblick

Zeitraum 15. Januar – 1. Februar 2026
Teilnehmer 24 Nationalmannschaften
Gastgeberländer Dänemark · Schweden · Norwegen
Spielorte Herning · Malmö · Kristianstad · Oslo/Bærum
Titelverteidiger Frankreich

Gastgeberländer & Spielorte

Mit Dänemark, Schweden und Norwegen fungieren drei der traditionsreichsten Handball-Nationen Europas als Gastgeber der EM 2026. Skandinavien steht seit Jahrzehnten für taktisch geprägten, körperlich intensiven und zugleich hochdynamischen Handball. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an sportliche Qualität, Organisation und Atmosphäre.

Die EHF verteilt das Turnier auf vier Host Cities, wobei Herning als zentraler Turnier-Hub fungiert. Dort finden neben Vorrunden- und Hauptrundenspielen auch die Halbfinals sowie das Finale statt. Malmö übernimmt eine tragende Rolle in Vorrunde und Hauptrunde, während Kristianstad und der Großraum Oslo/Bærum primär Vorrundenspiele austragen. Die offizielle Übersicht zu Städten und Arenen stellt die EHF auf ihrer Turnierseite bereit.

Spielorte im Überblick

Host City Arena Kapazität Turnierphase
Herning (DEN) Jyske Bank Boxen bis 15.000 Alle Phasen inkl. Finale
Malmö (SWE) Malmö Arena ca. 11.800 Vorrunde · Hauptrunde
Oslo/Bærum (NOR) Unity Arena bis 15.000 Vorrunde
Kristianstad (SWE) Kristianstad Arena ca. 4.500–4.700 Vorrunde

Zeitraum & Turnierformat

Die Handball-EM 2026 erstreckt sich über gut zweieinhalb Wochen und folgt dem etablierten Europameisterschaftsformat. Der frühe Termin im Januar sorgt traditionell für eine hohe Intensität: Nationalmannschaften treffen nahezu ohne längere Vorbereitungsphasen aufeinander, während viele Spieler direkt aus dem laufenden Vereinsbetrieb kommen.

In der Vorrunde treten die 24 Teams in sechs Vierergruppen gegeneinander an. Die besten Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde, wobei Ergebnisse gegen ebenfalls qualifizierte Teams mitgenommen werden. Dieses System erhöht den sportlichen Druck bereits zu Beginn des Turniers erheblich und lässt kaum Raum für taktisches Kalkül.

Turnierphasen im Überblick

Phase Zeitraum Bedeutung
Vorrunde 15.–20. Januar Grundlage für Hauptrunde, frühe Schlüsselspiele
Hauptrunde 22.–26. Januar Direkter Kampf um Halbfinaltickets
Halbfinale 30. Januar K.-o.-Spiele um Finaleinzug
Finale & Spiel um Platz 3 1. Februar Medaillenentscheidungen

Das Turnierformat gilt als eines der anspruchsvollsten im internationalen Handball. Wer den Titel gewinnen will, muss über die gesamte Turnierdauer konstant auf hohem Niveau spielen – taktische Flexibilität, Belastungssteuerung und Kaderbreite entscheiden häufig über Erfolg oder frühes Ausscheiden.

Modus & Gruppen der Handball-EM 2026

Der Modus der Handball-Europameisterschaft 2026 folgt dem bewährten Turnierformat der vergangenen Ausgaben und gilt als eines der anspruchsvollsten im internationalen Mannschaftssport. Durch das Mitnehmen von Punkten aus der Vorrunde in die Hauptrunde entsteht bereits in den ersten Spielen ein enormer sportlicher Druck – taktisches Abwarten ist kaum möglich.

Insgesamt 24 Nationalmannschaften kämpfen sich über drei Turnierphasen bis zur Medaillenentscheidung vor. Der Weg ins Halbfinale ist lang und fehleranfällig: Schon ein schwacher Vorrundenauftritt kann später kaum noch kompensiert werden.

Gruppenphase erklärt

Die Vorrunde der Handball-EM 2026 besteht aus sechs Gruppen mit jeweils vier Teams. Innerhalb jeder Gruppe spielt jede Mannschaft einmal gegen jede andere. Pro Team stehen somit drei Vorrundenspiele auf dem Programm.

Die besten zwei Teams jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für die Hauptrunde. Zusätzlich ziehen die vier besten Drittplatzierten nach einem festgelegten Ranking-System ebenfalls weiter. Entscheidend sind dabei Punkte, Tordifferenz und erzielte Tore – direkte Duelle spielen bei Gleichstand eine zentrale Rolle.

Vorrunden-Struktur im Überblick

Element Beschreibung
Anzahl Gruppen 6 Gruppen (A–F)
Teams pro Gruppe 4
Spiele pro Team 3
Qualifikation Platz 1–2 sicher, beste Platz 3 mit Chancen

Bereits in dieser Phase sind taktische Weichenstellungen entscheidend. Favoriten müssen nicht nur gewinnen, sondern idealerweise gegen direkte Konkurrenten punkten, um möglichst viele Zähler in die nächste Phase mitzunehmen. Außenseiter wiederum können mit einzelnen Überraschungen erheblichen Einfluss auf den weiteren Turnierverlauf nehmen.

Hauptrunde & KO-System

In der Hauptrunde werden die qualifizierten Teams aus der Vorrunde in zwei neue Gruppen eingeteilt. Ein zentrales Merkmal dieses Systems ist das Mitnehmen der Ergebnisse aus der Vorrunde – allerdings nur aus den Spielen gegen Teams, die sich ebenfalls für die Hauptrunde qualifiziert haben.

Dadurch kann sich bereits ein Vorsprung oder Rückstand aus der Vorrunde massiv auf die Ausgangslage in der Hauptrunde auswirken. Jeder Punktverlust gegen direkte Konkurrenten wiegt schwer, da nur wenige Spiele zur Korrektur bleiben.

Weg ins Halbfinale

Phase Konsequenz
Hauptrunde Nur Platz 1 & 2 jeder Gruppe erreichen das Halbfinale
Halbfinale Direkte KO-Spiele
Finalspiele Spiel um Platz 3 & Finale

Ab dem Halbfinale entscheidet ein einzelnes Spiel über Medaillen oder Ausscheiden. In dieser Phase rücken mentale Stärke, Erfahrung und taktische Anpassungsfähigkeit noch stärker in den Fokus. Turnierfavoriten geraten hier besonders unter Druck, während Außenseiter oft befreiter aufspielen können.

Spielplan der Handball-EM 2026

Der Spielplan der Handball-Europameisterschaft 2026 ist so konzipiert, dass er sportliche Fairness, logistische Effizienz und maximale Aufmerksamkeit für die entscheidenden Turnierphasen vereint. Bereits in der Vorrunde kommt es zu zahlreichen hochklassigen Duellen, da mehrere Top-Nationen früh aufeinandertreffen.

Insgesamt werden über den Turnierzeitraum von knapp zweieinhalb Wochen mehr als 60 Spiele ausgetragen. Der offizielle Spielplan wird von der EHF veröffentlicht und bei kurzfristigen Änderungen – etwa durch TV-Anpassungen – aktualisiert. Für Fans bedeutet das: Kaum ein Tag ohne hochklassigen Handball.

Vorrunde

Die Vorrunde der Handball-EM 2026 findet vom 15. bis zum 20. Januar statt. In dieser Phase treten die 24 qualifizierten Nationalmannschaften in sechs Gruppen gegeneinander an. Gespielt wird an allen vier Austragungsorten, wobei jede Gruppe einem festen Spielort zugeordnet ist.

Pro Spieltag stehen mehrere Partien auf dem Programm, meist in zwei bis drei Zeitfenstern. Diese Struktur ermöglicht es Zuschauern, sowohl vor Ort als auch vor den Bildschirmen mehrere Spiele hintereinander zu verfolgen. Sportlich ist die Vorrunde von enormer Bedeutung, da Ergebnisse gegen direkte Konkurrenten in die Hauptrunde mitgenommen werden.

Vorrunden-Spielplan – Grundstruktur

Aspekt Details
Zeitraum 15.–20. Januar 2026
Gruppen 6 Gruppen (A–F)
Spiele pro Team 3
Spielorte Herning · Malmö · Kristianstad · Oslo/Bærum

Für Favoriten gilt: Ein perfekter Start ist essenziell, um früh eine gute Ausgangsposition für die Hauptrunde zu sichern. Außenseiter hingegen haben in der Vorrunde die beste Gelegenheit, mit einer Überraschung direkten Einfluss auf den Turnierverlauf zu nehmen – insbesondere dann, wenn sie einem Top-Team wichtige Punkte abknöpfen.

Finalrunde & Finalwochenende

Die Finalrunde der Handball-EM 2026 beginnt mit dem Abschluss der Hauptrunde und gipfelt im Finalwochenende Anfang Februar. Austragungsort der entscheidenden Spiele ist Herning, das als zentraler Turnier-Hub fungiert und optimale Rahmenbedingungen für die Medaillenentscheidungen bietet.

Am 30. Januar finden die beiden Halbfinalspiele statt. Die Sieger ziehen ins Finale ein, während die Verlierer im Spiel um Platz drei um die Bronzemedaille kämpfen. Beide Medaillenspiele werden am 1. Februar ausgetragen – ein klassisches Finalwochenende mit maximaler medialer Aufmerksamkeit.

Finalphase im Überblick

Datum Spiel Bedeutung
30. Januar Halbfinale 1 & 2 Entscheidung über Finaleinzug
1. Februar Spiel um Platz 3 Bronzemedaille
1. Februar Finale Europameistertitel

In der Finalrunde entscheiden oft Kleinigkeiten: Tagesform, Torhüterleistung oder einzelne taktische Anpassungen. Mannschaften mit großer Turniererfahrung und mentaler Stabilität besitzen hier einen klaren Vorteil. Gleichzeitig sorgt der K.-o.-Charakter dafür, dass auch Außenseiter bis zum letzten Wurf auf ihre Chance hoffen dürfen.

Favoritencheck: Wer gewinnt die Handball-EM 2026?

Eine EM-Prognose im Handball ist nie nur ein Blick auf große Namen – entscheidend sind Formkurve, Tiefe des Kaders, Torhüterleistungen, Belastungssteuerung und die Frage, ob ein Team den langen Turnierweg ohne mentale Aussetzer übersteht. Trotzdem lässt sich das Favoritenfeld für 2026 klar eingrenzen: Wer in den letzten großen Turnieren konstant ganz oben stand, startet auch bei dieser EM mit einem Vorteil.

Zwei Ergebnisse setzen dabei die Leitplanken: Dänemark kommt als amtierender Weltmeister (WM 2025) in die EM und hat zuletzt seine Dominanz in K.-o.-Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Frankreich reist als amtierender Europameister an – ein Status, der traditionell die Erwartungshaltung erhöht und die Gegner zusätzlich motiviert. Wer sich einen ersten Überblick über die Ausgangslage verschaffen will, findet die offiziellen Turnierinformationen bei der EHF; die jüngsten WM-Resultate samt Einordnung liefert auch der Weltverband IHF.

Was macht 2026 besonders schwer vorhersehbar?

  • Punkte-Management: Ergebnisse gegen direkte Konkurrenten wirken doppelt, weil sie in die Hauptrunde hineinreichen.
  • Turnierbelastung: Viele Schlüsselspieler kommen aus intensiven Club-Wochen – Rotationsqualität entscheidet.
  • Matchups: Gruppen-Konstellationen und frühe „Do-or-die“-Duelle können Favoriten in Stress bringen.
  • Torhüter-Faktor: Ein heißer Keeper kann ein Spiel kippen – und damit komplette Hauptrunden-Tabellen.

Top-Favoriten

Unter den absoluten Top-Favoriten stehen 2026 vor allem Dänemark und Frankreich an der Spitze. Dänemark brachte bei der WM 2025 erneut eine außergewöhnliche Kombination aus Tempo, Präzision und Konstanz auf die Platte, angeführt von einem der aktuell besten Spieler der Welt, Mathias Gidsel. Frankreich wiederum ist bekannt dafür, über Turnierwochen hinweg Lösungen zu finden – selbst dann, wenn Spiele kippen oder Phasen nicht rund laufen. Die EHF selbst beschreibt Frankreich als „reigning champions“ nach dem Titelgewinn 2024; der Finalbericht zur EM 2024 ist ein guter Indikator, warum Frankreich in engen Partien so gefährlich bleibt.

Favoriten-Radar (Einschätzung nach Titelwahrscheinlichkeit)

Dänemark
sehr hoch
Frankreich
sehr hoch
Schweden
hoch
Spanien
hoch
Deutschland
gut
Norwegen
gut

Einordnung: Das Radar ist eine redaktionelle Einschätzung auf Basis jüngster Titel/Top-4-Ergebnisse und typischer Turnier-Stärken (Kaderbreite, Stabilität, Matchplan). Offizielle Resultate sind u. a. über die WM-Übersicht bei Olympics.com nachvollziehbar.

Top-Favoriten im Detail: Stärken & Risiken

Team Warum Titelkandidat? Mögliche Stolpersteine
Dänemark Tempo-Handball, herausragende 1-gegen-1-Qualität, Sieg-Mentalität aus WM-K.-o.-Spielen Erwartungsdruck, frühe „Knockout“-Spiele in der Hauptrunden-Logik
Frankreich Breite auf Weltklasse-Niveau, defensive Variabilität, starke Schlussphasen Abhängigkeit von Tagesform im Tor, Phasenweise Offensiv-Stagnation möglich
Schweden Heimnähe, EM-Historie, strukturierte Abwehr mit schnellem Umschaltspiel Druck durch Erwartungshaltung, schwierige Matchups gegen sehr physische Teams

Zitat zur Favoritenrolle

„We know already that we are the favourites, because we defend the trophy.“ – Hugo Descat (Frankreich)

Kontext: Aussage beim offiziellen EM-Draw (EHF), als Frankreich als Titelverteidiger eingeordnet wurde.

Wichtig für die Bewertung der Top-Favoriten ist zudem die Gruppenkonstellation: Deutschland trifft in Gruppe A auf Spanien, Serbien und Österreich, während Dänemark in Gruppe B u. a. Portugal bekommt. Frankreich spielt in Gruppe C ausgerechnet gegen Co-Gastgeber Norwegen – das kann die Turnierdynamik früh beeinflussen. Die Gruppenauslosung ist in der EHF-Meldung zum Draw detailliert beschrieben.

Geheimfavoriten & Außenseiter

Hinter der absoluten Spitze gibt es ein breites Feld an Teams, die an einem sehr guten Tag jeden schlagen können. Genau hier entsteht oft die „Turnier-Story“: Mannschaften, die nicht als Nummer 1 gesetzt sind, profitieren von günstigen Matchups, einer überragenden Torhüterserie oder einem plötzlichen Leistungssprung junger Spieler.

Chancen-Klassen: Wer hat realistische Medaillen- und Halbfinaloptionen?

Kategorie Teams (Beispiele) Warum gefährlich?
„Medaillenfähig“ Kroatien · Spanien · Schweden · Deutschland Erfahrung, physische Präsenz, taktische Variabilität
„Halbfinal-Option“ Norwegen · Island · Slowenien · Ungarn hohes Tempo, starke 1-gegen-1-Spieler, Upset-Potenzial
„Überraschung möglich“ Portugal · Niederlande · Schweiz · Färöer unangenehme Spielstile, mutige Offensive, wenige „Angstgegner“

Checkliste: Wann wird ein Außenseiter zum echten Titelkandidaten?

  • Torhüterserie über mindestens 3–4 Spiele (Konstanz, nicht nur ein Peak).
  • Stabiler Mittelblock in der Abwehr – wenig einfache Gegentore, gute Abstimmung.
  • Klare Rollen im Angriff: Wer geht in die Tiefe, wer übernimmt das letzte 1-gegen-1?
  • Belastungsmanagement: zweite Reihe liefert Tore, damit die Stars nicht „leer“ laufen.
  • Knappheit gewinnen: mindestens ein enges Spiel in der Crunch-Time drehen.

Die Gruppen für 2026 liefern mehrere „Druckkochtopf“-Konstellationen: Frankreich gegen Norwegen in Gruppe C oder Schweden gegen Kroatien in Gruppe E sind Beispiele dafür, wie früh die Favoritenrolle getestet wird. Gleichzeitig bietet genau das Außenseitern Chancen – denn wenn ein Gruppenspiel kippt, verändert das direkt die Hauptrunden-Ausgangslage. Eine Übersicht aller Gruppen und Teams gibt es in der offiziellen EHF-Meldung zur Auslosung.

Deutschland bei der Handball-EM 2026

Die deutsche Nationalmannschaft geht mit gestiegenem Selbstbewusstsein, aber ohne klassischen Favoritenstatus in die Handball-EM 2026. Nach einer Phase der Neuorientierung hat sich das DHB-Team in den vergangenen Turnieren wieder näher an die europäische Spitze herangearbeitet. Der Anspruch ist klar definiert: Die Hauptrunde soll erreicht werden – das Halbfinale ist das realistische sportliche Ziel.

Entscheidend für das Abschneiden Deutschlands wird weniger das nominelle Talent sein als vielmehr die Frage, ob es gelingt, über die gesamte Turnierdauer ein stabiles Leistungsniveau abzurufen. Gerade im EM-Modus mit mitgenommenen Punkten wiegen frühe Ausrutscher besonders schwer.

Voraussichtlicher Kader

Der endgültige EM-Kader wird traditionell erst kurz vor Turnierbeginn bekanntgegeben, doch die tragenden Säulen der deutschen Mannschaft sind bereits klar erkennbar. Bundestrainer Alfred Gislason setzt weiterhin auf ein Gerüst aus international erfahrenen Leistungsträgern, ergänzt durch Spieler aus der Bundesliga, die auf hohem taktischem und physischem Niveau agieren.

Besonders im Rückraum und im Abwehrzentrum verfügt Deutschland über Stabilität und Variabilität. Gleichzeitig zeigt sich: Der Unterschied zwischen einem guten Turnier und einer echten Medaillenchance liegt in der Konstanz einzelner Schlüsselspieler.

Deutscher Kernkader & Schlüsselrollen (EM-Perspektive)

Rolle Spieler (Beispiele) Turnierbedeutung
Torhüter-Achse Andreas Wolff, David Späth Torhüterleistung entscheidet über Halbfinal-Chancen
Rückraum-Mitte Juri Knorr Taktisches Zentrum, Spielsteuerung, Tempo-Kontrolle
Rückraum links Julian Köster Durchbruchsstärke, physische Präsenz
Kreis & Abwehrzentrum Johannes Golla, Patrick Wiencek Stabilität im Mittelblock, Sperren im Positionsangriff

Einordnung: Deutschlands Leistungsgrenze hängt stark davon ab, ob mindestens ein Torhüter über mehrere Spiele ein internationales Topniveau erreicht und der Rückraum konstant Entscheidungsqualität liefert.

Chancen, Stärken & Schwächen

Deutschlands Chancen bei der EM 2026 hängen stark vom Turnierverlauf ab. Gelingt es, in der Vorrunde ohne Punktverluste gegen direkte Konkurrenten zu bleiben und mit einem soliden Punktekonto in die Hauptrunde zu starten, ist der Einzug in die Finalphase realistisch. Gerät das Team jedoch früh unter Druck, fehlt im Vergleich zur absoluten Spitze die Fehlertoleranz.

Deutschlands Profil im Vergleich zur europäischen Spitze

Aspekt Deutschland Top-Niveau (DEN / FRA)
Abwehrstabilität hoch sehr hoch
Rückraum-Tiefe gut exzellent
Torhüter-Konstanz schwankend konstant hoch
Turnier-Erfahrung in K.-o.-Spielen mittel sehr hoch

Konsequenz: Deutschland kann Top-Teams schlagen, ist jedoch stärker von Spielverlauf und Form abhängig. Für Gold braucht es ein nahezu perfektes Turnier, für das Halbfinale reichen stabile Basics.

Realistische Zielsetzung für die EM 2026

Ein Platz unter den besten sechs Teams entspricht der aktuellen Leistungsfähigkeit. Alles darüber hinaus – insbesondere eine Medaille – erfordert außergewöhnliche Torhüterleistungen, einen verletzungsfreien Turnierverlauf und mindestens einen Sieg gegen einen absoluten Titelanwärter.

Zusammengefasst: Deutschland reist nicht als Favorit, aber als ernstzunehmender Herausforderer zur EM 2026. In dieser Rolle lag dem DHB-Team in der Vergangenheit häufig die größte Chance, über sich hinauszuwachsen.

Die größten Stars der Handball-EM 2026

Große Turniere werden im Handball selten allein von Systemen oder Kaderbreite entschieden – fast immer sind es einzelne Spieler, die Spiele kippen, Phasen dominieren oder in engen Momenten Verantwortung übernehmen. Die Handball-EM 2026 bringt eine Generation von Akteuren zusammen, die bereits Welt- und Europameisterschaften geprägt hat und nun um ihre sportliche Einordnung kämpft.

Entscheidend ist dabei weniger die bloße Bekanntheit eines Namens als dessen konkreter Einfluss auf das Turnier: Wer kann Spiele allein entscheiden? Wer hält dem Druck im Halbfinale stand? Und wer bestimmt das Tempo einer gesamten Partie? Genau danach sind die folgenden Stars ausgewählt.

Mathias Gidsel (Dänemark)

Mathias Gidsel ist aktuell der wohl einflussreichste Spieler im internationalen Handball. Der dänische Rückraumspieler verbindet außergewöhnliche Athletik mit Spielintelligenz und Entscheidungsstärke. Bei der WM 2025 war er der zentrale Faktor im dänischen Angriffsspiel – sowohl im Positionsangriff als auch im Tempospiel.

Rolle Primärer Spielentscheider & Tempospieler
Warum entscheidend? kann Abwehrreihen allein auseinanderziehen
EM-Faktor macht Dänemark zum Titelfavoriten

Nikola Karabatic (Frankreich)

Auch wenn Nikola Karabatic nicht mehr jede Partie dominiert, bleibt er der mentale Fixpunkt der französischen Nationalmannschaft. Seine Bedeutung liegt weniger in der reinen Statistik als in Spielkontrolle, Erfahrung und Führungsstärke – insbesondere in engen K.-o.-Spielen.

Rolle Leader & Strukturgeber
Warum entscheidend? behält Übersicht unter maximalem Druck
EM-Faktor erhöht Frankreichs Chancen in engen Spielen

Jim Gottfridsson (Schweden)

Jim Gottfridsson ist das taktische Herz der schwedischen Nationalmannschaft. Kaum ein Spieler liest das Spiel so gut, variiert Tempo und Rhythmus so gezielt und bringt Mitspieler konstant in Abschlusspositionen. Gerade vor heimischem Publikum kann er ganze Spiele kontrollieren.

Rolle Spielmacher & Taktgeber
Warum entscheidend? kontrolliert Spieltempo und Dynamik
EM-Faktor macht Schweden extrem schwer ausrechenbar

Juri Knorr (Deutschland)

Juri Knorr ist der wichtigste Offensivspieler der deutschen Mannschaft. Seine Stärke liegt im Entscheidungsverhalten: Wann selbst abschließen, wann das Spiel beschleunigen, wann beruhigen. Gelingt ihm ein konstantes Turnier, hebt er das deutsche Angriffsspiel auf internationales Topniveau.

Rolle Spielsteuerung & Kreativzentrum
Warum entscheidend? bestimmt Rhythmus und Entscheidungsqualität
EM-Faktor Schlüssel für deutsches Halbfinal-Szenario

Sander Sagosen (Norwegen)

Sander Sagosen steht sinnbildlich für Norwegens Offensivkraft. Seine Fähigkeit, aus dem Stand Torgefahr zu erzeugen, zwingt Abwehrreihen zu aggressivem Heraustreten – was wiederum Räume für Mitspieler öffnet. In Heimnähe kann er Spiele emotional aufladen.

Rolle Primäre Torgefahr aus dem Rückraum
Warum entscheidend? zieht Abwehr, öffnet Räume
EM-Faktor Upset-Potenzial gegen Top-Favoriten

Diese Stars stehen stellvertretend für die entscheidenden Spielertypen der EM 2026: Tempospieler, Spielmacher, Führungsspieler und mentale Fixpunkte. Welche dieser Figuren das Turnier tatsächlich prägen, entscheidet sich weniger in der Vorrunde als in den engen Spielen der Hauptrunde und im K.-o.-Modus.

Prognose & Turnierausblick

Eine belastbare Prognose zur Handball-EM 2026 muss mehrere Ebenen zusammenführen: aktuelle Leistungsstärke, Turniermodus, historische Erfahrung und konkrete Matchups. Anders als bei Ligawettbewerben entscheidet nicht die konstante Qualität über Monate, sondern die Fähigkeit, über knapp drei Wochen hinweg wiederholt auf höchstem Niveau zu liefern – ohne Einbruch, ohne mentale Aussetzer.

Betrachtet man diese Faktoren gemeinsam, lässt sich das Feld für den Titelkampf klar eingrenzen. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für Überraschungen, denn der EM-Modus verzeiht weder schwache Tage noch taktische Fehlentscheidungen.

Titelrennen: Wer hat die besten Karten?

Im direkten Vergleich starten Dänemark und Frankreich mit den besten Voraussetzungen in das Turnier. Beide Nationen vereinen Kaderbreite, internationale Erfahrung und mentale Stabilität. Während Dänemark vor allem über sein Tempospiel und individuelle Durchschlagskraft kommt, überzeugt Frankreich durch Variabilität und die Fähigkeit, sich im Turnierverlauf anzupassen.

Prognose – realistische Titelkandidaten

Kategorie Teams Begründung
Top-Favoriten Dänemark · Frankreich Kaderbreite, Turnier-DNA, K.-o.-Stärke
Erweiterter Favoritenkreis Schweden · Spanien Struktur, Heimnähe (SWE), taktische Reife
Außenseiter mit Medaillenchance Deutschland · Norwegen · Kroatien abhängig von Form & Turnierverlauf

Schlüsselspiele & mögliche Turnier-Szenarien

Erfahrungsgemäß entscheidet sich der Weg zum Titel nicht erst im Finale, sondern bereits in der Hauptrunde. Spiele zwischen direkten Konkurrenten wirken doppelt, da sie nicht nur Punkte bringen, sondern auch Selbstvertrauen oder Zweifel säen. Besonders brisant sind frühe Duelle zwischen Gastgebern und Titelanwärtern.

Typische Turnier-Kipppunkte

  • erste direkte Duelle in der Hauptrunde (Punktmitnahme entscheidet)
  • Belastungsgrenze der Schlüsselspieler ab Spiel 5–6
  • Torhüter-Duelle in engen Halbfinals
  • mentaler Druck auf Favoriten im Finale

Konkrete EM-Prognose 2026

Unter Abwägung aller Faktoren ergibt sich folgende realistische Prognose: Dänemark geht als leicht favorisierte Mannschaft ins Turnier, da das Team aktuell die beste Balance aus individueller Qualität und kollektiver Stabilität besitzt. Frankreich bleibt jedoch der gefährlichste Herausforderer – insbesondere in K.-o.-Spielen.

Redaktionelle Turnier-Prognose

Gold: Dänemark
Silber: Frankreich
Bronze: Schweden oder Spanien

Deutschland besitzt Außenseiterchancen auf das Halbfinale, benötigt dafür jedoch einen nahezu perfekten Turnierstart und mindestens einen Sieg gegen einen Top-Favoriten in der Hauptrunde. Gelingt das, ist sogar eine Medaille im Bereich des Möglichen – allerdings nur unter optimalen Bedingungen.

TV-Übertragung & Livestream zur Handball-EM 2026

Die Handball-EM 2026 wird in Deutschland umfassend im Free-TV und per Livestream übertragen. Für Fans bedeutet das: Alle wichtigen Spiele sind ohne zusätzliche Kosten erreichbar – sowohl klassische TV-Zuschauer als auch Streaming-Nutzer kommen voll auf ihre Kosten.

Die Übertragungsrechte liegen – wie bereits bei vergangenen internationalen Turnieren – bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Ergänzend dazu stellen die Sender digitale Livestreams und Mediatheken-Angebote zur Verfügung, sodass auch parallele Spiele oder Wiederholungen problemlos abrufbar sind.

Übertragung im deutschen Fernsehen

In Deutschland teilen sich ARD und ZDF die Übertragungsrechte an der Handball-Europameisterschaft 2026. Gezeigt werden insbesondere alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie ausgewählte Topspiele der K.-o.-Phase. Auch Halbfinals und das Finale sind fest im Free-TV eingeplant.

TV-Überblick Handball-EM 2026 (Deutschland)

Sender Übertragene Inhalte Empfang
ARD Deutschland-Spiele, ausgewählte Topspiele Free-TV
ZDF Deutschland-Spiele, K.-o.-Phase, Finale Free-TV
Eurosport ausgewählte Spiele (je nach Rechtepaket) Free-TV / Kabel

Hinweis: Die exakte Spielzuordnung zu ARD und ZDF erfolgt kurzfristig je nach Turnierverlauf und deutscher Beteiligung.

Livestream & Mediathek

Parallel zur TV-Ausstrahlung bieten die öffentlich-rechtlichen Sender kostenlose Livestreams an. Über die Mediatheken von ARD und ZDF können Spiele live verfolgt oder zeitversetzt abgerufen werden.

Zusätzlich sind bei parallelen Vorrundenspielen häufig exklusive Streams verfügbar, die nicht im linearen Fernsehen laufen. Damit erhalten Handball-Fans Zugriff auf deutlich mehr Spiele als über das klassische TV-Programm.

Vorteile der Livestream-Nutzung

  • kostenloser Zugriff ohne Abo
  • mobile Nutzung auf Smartphone & Tablet
  • zeitversetztes Anschauen in der Mediathek
  • größere Spielauswahl bei parallelen Partien

Internationale Übertragungen

International werden die Spiele der Handball-EM 2026 von zahlreichen nationalen Broadcastern übertragen. Eine Übersicht der offiziellen Rechtepartner stellt die European Handball Federation auf ihrer Turnierseite bereit.

Für Fans im Ausland empfiehlt es sich, die jeweiligen nationalen Sportsender oder Streaming-Plattformen zu prüfen. In vielen Ländern sind zumindest die Spiele der eigenen Nationalmannschaft frei empfangbar.



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