501 beginnt bei 501 Punkten und endet exakt bei null – mit einem Doppel. Die eigentliche Hürde ist selten das Subtrahieren. Entscheidend ist, rechtzeitig einen Rest zu lassen, den du mit deinen übrigen Darts beenden kannst. Dieser Guide erklärt den Ablauf, die Bust-Regel und praktikable Finish-Wege.
Für das übliche Steeldart-501 mit Straight In und Double Out. Regelprüfung: 30. Oktober 2026.
So läuft ein Leg 501 ab
Beide Spieler führen ihren eigenen Reststand. Abwechselnd werfen sie bis zu drei Darts, addieren die getroffenen Werte und ziehen die Summe vom eigenen Rest ab. Beim Straight In ist zum Start kein Doppel nötig. Ein gültiges Finish oder ein Bust beendet die Aufnahme vorzeitig.
Ein einfacher Rechenweg: Du beginnst mit 501 und triffst dreimal die einfache 20. Die Aufnahme zählt 60, dein Rest ist 441. Danach wirft der Gegner; sein Ergebnis verändert deinen Rest nicht. In deiner nächsten Aufnahme erzielst du 100 und stehst bei 341.

Welche Felder zählen einfach, doppelt und dreifach?

- Single: die breiten Felder; der aufgedruckte Zahlenwert zählt einfach.
- Double: der schmale äußere Ring; er verdoppelt den Zahlenwert.
- Triple: der schmale innere Ring; er verdreifacht den Zahlenwert.
- Äußerer Bull-Ring: 25 Punkte.
- Inneres Bullseye: 50 Punkte; beim Finish zählt es als Doppel 25.
In den Beispielen bedeutet S Single, D Double und T Triple. T20 sind also 60 Punkte, D20 sind 40. Drei T20 ergeben die Höchstaufnahme 180.
Double Out: Warum null allein nicht reicht
Bei 40 Rest gewinnt D20. Bei 32 Rest gewinnt D16. Bei 50 Rest ist das innere Bullseye ein gültiger Abschluss. Der äußere 25er-Ring reicht dafür nicht. Auch ein Triple kann den letzten Dart auf ein Doppel nicht ersetzen.
Die Doppelpflicht betrifft den letzten Dart. Du darfst davor Singles oder Triples treffen. Bei 60 Rest ist S20 → D20 deshalb ein gültiger Weg: 20 + 40 = 60.
Überworfen: Diese drei Fälle sind Bust
Ein Bust liegt vor, wenn du mehr als den Rest erzielst, genau einen Punkt übrig lässt oder ohne Doppel auf null kommst. Die gesamte laufende Aufnahme verfällt. Du beginnst deinen nächsten Zug wieder mit dem Rest vom Anfang dieser Aufnahme.
Drei typische Situationen bei 32 Rest
Zu viel: T20 zählt 60. Sofort Bust, zurück auf 32.
Ein Punkt übrig: S20 lässt 12, danach S11 lässt 1. Bust, zurück auf 32.
Null ohne Doppel: S16 lässt 16, danach S16 ergibt null. Bust, zurück auf 32.
Gültig wäre: S16 → D8. Das sind 16 + 16 = 32, mit Doppel zum Abschluss.
Wichtig am zweiten Beispiel: Die zunächst korrekt geworfenen 20 Punkte bleiben nicht stehen. Du gehst nach dem Bust auf 32 zurück, nicht auf 12. Ein übrig gebliebener Dart kann die Aufnahme nicht mehr retten.
Checkout-Tabelle: 13 nachvollziehbare Finish-Wege
Die Tabelle zeigt jeweils einen möglichen Weg. Das ist keine Rangliste der besten Lösungen für jeden Spieler. Bevorzugtes Doppel, Trefferquote und Anzahl der verbliebenen Darts können eine andere Route sinnvoll machen.
| Rest | Weg | Rechnung |
|---|---|---|
| 2 | D1 | 2 |
| 16 | D8 | 16 |
| 20 | D10 | 20 |
| 32 | D16 | 32 |
| 40 | D20 | 40 |
| 50 | Bull | 50 |
| 60 | S20 → D20 | 20 + 40 |
| 61 | T15 → D8 | 45 + 16 |
| 62 | T10 → D16 | 30 + 32 |
| 80 | T20 → D10 | 60 + 20 |
| 100 | T20 → D20 | 60 + 40 |
| 121 | T20 → T11 → D14 | 60 + 33 + 28 |
| 170 | T20 → T20 → Bull | 60 + 60 + 50 |
Eigene Rechenbeispiele; alle Summen und abschließenden Doppelfelder geprüft. „Bull“ bezeichnet hier stets das innere 50er-Feld.
Warum 170 geht, 169 aber nicht
Das höchste Finish mit drei Darts ist 170: T20 → T20 → Bull. Die höchste Aufnahme von 180 eignet sich nicht als Finish, weil sie auf einem Triple endet.
Unterhalb von 170 gibt es Lücken: 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 lassen sich nicht mit höchstens drei Darts per Double Out beenden. Diese sogenannten Bogey-Zahlen sind keine Bust-Stände. Du kannst dort ganz normal weiterspielen; ein sofortiges Finish in dieser Aufnahme ist nur unmöglich.
Die Zahlen folgen aus den tatsächlich erreichbaren Feldwerten. Beispiel 169: Endest du auf Bull, müssten die ersten beiden Darts zusammen 119 erzielen. Das geht nicht. Endest du auf einem äußeren Doppel, sind schon die maximalen 120 Punkte der ersten beiden Darts zu wenig, weil höchstens 40 als Abschluss hinzukommen.
Ein Rest ist mehr als eine Zahl: planen und nachrechnen
Beispiel 62 mit drei Darts: Du wählst T10 → D16. Triffst du statt T10 nur S10, bleiben 52 und noch zwei Darts. Jetzt kannst du auf S20 → D16 umstellen. Ein verfehltes Triple muss die Aufnahme also nicht zerstören.
Beispiel 40 mit drei Darts: Du zielst auf D20, triffst aber S20. Es bleiben 20, also D10. Triffst du danach S10, bleiben 10 für D5. Die Route verändert sich mit jedem tatsächlichen Treffer.
Für den Einstieg hilft eine einfache Übung: Starte bei 40, notiere nach jedem Dart den Rest und benenne das nächste erlaubte Ziel. Wiederhole das mit 32 und 24. So übst du, nach jedem tatsächlichen Treffer den nächsten Schritt zu bestimmen.
62 Rest: Zwei Darts sind eine andere Aufgabe als drei
Eine Checkout-Tabelle sagt, was möglich ist. Für die Entscheidung brauchst du zusätzlich die Zahl deiner Darts und ein Doppel, das du gerne spielst. Die folgenden Wege sind Beispiele, keine allgemeine Rangliste nach Trefferwahrscheinlichkeit.
S10 → S20 → D16
10 + 20 + 32 = 62. Du planst zwei Singles und ein Doppel. Das vermeidet ein notwendiges Triple, lässt bei Treffern auf dem geplanten Weg aber nur einen Dart auf D16.
T10 → D16
30 + 32 = 62. Die Drei-Dart-Route passt nicht mehr. Triffst du hier mit dem ersten Dart nur S10, bleiben 52 für einen Dart: kein sofortiges Double-Out-Finish mehr. Auch S12 → Bull wäre ein gültiger Zwei-Dart-Weg, verlangt aber das innere Bullseye.
Die eigentliche Auswahl: Wie sicher sind die benötigten Singles, Triples und Doppel für dich? Wie wichtig ist der sofortige Abschluss in dieser Aufnahme? Mehrere rechnerisch richtige Wege können für unterschiedliche Spieler sinnvoll sein.
Warum viele Finish-Wege bei 32 oder 40 landen
32: die Folge nach innen getroffener Singles
D16 → D8 → D4 → D2 → D1
Triffst du beim Ziel D16 nur S16, bleiben 16 für D8. Nach S8 bleiben 8 für D4 und so weiter. Die geraden Reststände machen das Umstellen übersichtlich. Die Reihe gilt für genau diese Single-Treffer, nicht für jeden beliebigen Fehlwurf.
40: kürzere Halbierung bis zum ungeraden Rest
D20 → D10 → D5
Nach S20 bleiben 20, nach S10 noch 10. Triffst du statt D5 nur S5, stehen 5 Rest: Das lässt sich nicht mit einem einzigen Doppel schließen. Du brauchst zunächst einen passenden Single-Treffer. Das macht D20 nicht grundsätzlich schlechter; deine tatsächlichen Trefferquoten entscheiden mit.
Kurzes Finish-Training mit 15 protokollierten Versuchen
- Spiele fünf Versuche ab 32, danach fünf ab 40 und fünf ab 62. Jeder Versuch beginnt neu beim jeweiligen Startrest und umfasst höchstens drei Darts.
- Notiere das beabsichtigte erste Ziel, die tatsächlichen Treffer und den Rest nach jedem Dart. Bei einem Bust endet der Versuch; für die Wertung zählt er als nicht geschafft.
- Zähle, wie viele der fünf Versuche pro Startrest gültig beendet wurden. Prüfe zusätzlich, ob du nach einem Fehlwurf richtig umgestellt hast. Vergleiche dich zunächst mit deinem eigenen nächsten Durchgang.
Das ist eine eigene Übungsstruktur, kein Verbandsstandard und kein Leistungsversprechen. Sie trennt Rechenfehler, unpassende Zielwahl und verfehlte Felder besser als eine reine Liste hoher Aufnahmen.
Leg, Set und Match: Was ist jeweils gewonnen?
Ein Leg ist ein Durchgang von 501 bis null. Ein Set bündelt mehrere Legs. Ein Match kann über Legs oder über Sets entschieden werden. Bei „Best of 11 Legs“ gewinnt, wer zuerst sechs Legs holt. Die konkrete Distanz und mögliche Entscheidungsregeln legt das jeweilige Turnier fest.
Wie das bei der Weltmeisterschaft organisiert ist, steht im Guide zur Darts-WM 2027. Ein abgeschlossenes Turnier zeigt unser Rückblick auf die Darts-WM 2026.
Weitere Grundregeln für die erste Partie
Ein abgeprallter Dart oder ein vor dem Herausziehen herausgefallener Dart zählt nicht und darf nicht erneut geworfen werden. Prüfe die Aufnahme, bevor du die Darts aus dem Board ziehst. Für das Steeldart-Setup gelten 1,73 Meter bis zur Bullmitte und 2,37 Meter waagerecht von der Boardvorderseite zur Abwurflinie.
Vereinbare vor einer Freizeitpartie Startwert, Abschlussregel und Matchlänge. Double In, Straight Out oder abweichende E-Dart-Einstellungen ergeben andere Aufgaben als das hier erklärte 501 mit Straight In und Double Out.
Quellen und Prüfung
- Darts Regulation Authority: aktuell verlinktes Regelbuch, „DRA Rules 2026 – in force from 31st March 2026“; insbesondere 6.2, 6.3, 6.5 und 6.7. PDF am 30.10.2026 vollständig geprüft.
- PDC Europe: Dartboard, Grundregeln und Spielformate.
Die Checkout-Wege und die Bogey-Zahlen wurden zusätzlich rechnerisch kontrolliert. Die Beispiele sind eigene Erläuterungen; sie ersetzen keine turnierspezifischen Schiedsrichterentscheidungen.



